^losokus
7 "
tiges Oel und eine Spur Säure. Der rückständige Moschus gab mitAlkohol behandelt ein orangebraunes Ertract von einem thierischen Ge-rüche und widerlichen Geschmacke 6,ovo, welches enthielt: Cbvlestearine,stures Oel mit Ammoniak verbunden, salzsaures Ammoniak, Kali undKalk, und eine unbestimmte Säure, welche zum Theil mit den Basengesättigt war. Der so erschöpfte Moschus mit kaltem Wasser behandelt,gab nach demVerdampfen eine dunkelbraune Substanz, die sich in Schup-pen absetzte, is,vmi, welche bestand aus.- salzs Kali und Kalk, unbe-stimmter Säure, Gallerte, auflöslichem Kalksalze mit verbrennlicherSäure, sehr gekohltem nur in Wasser auflöslichem Ertractivstoffe undPhosphors. Kalke. Der Rückstand wurde von Ammoniak bis auf einenunbedeutenden Theil aufgelöst, 12,800, und die Auflösung enthielt Ei-iveißstoff und Phosphors. Kalk. Das UnaufgelöHe betrug 2,7Zn, bestehendaus Faserstoffe, kohlens. Kalke, Phosphors. Kalke, Haaren, Sand ic.
Auch Büchner hat den Moschus, aus dem vorhin beschriebenenBeutel genommen, untersucht. io»o Th. desselben (Klümpchen undHäutcben unter einander) lieferten: flüchtige Bestandtheile 178; braunesmit kaltem Wasser ausziehbares Ertract 344; mit kochendem Wasser aus-ziehbares Ertract 205; unauflöslichen Rückstand 275. Das kalte Jnfusumbesitzt einen stechend salzigen Geschmack und enthält freies Ammoniak,stlzs. Ammoniak, schwefelst Kali, schwefelst Kalk, das riechende Principzum größten Theil, und eine braune Substanz, welche sich wie eine schwa-che Säure verhielt, und nur vermöge des freien Ammoniaks in Wasserauflöslich war; denn so wie sich das Ammoniak beim Abdampfen ver-flüchtigt, fällt diese Substanz als schwarzbraunes Pulver unauflöslich nie-der. Auf Zusatz von Ammoniak oder Kali lost sie sich wieder sehr leicht undvollkommen auf. Vom Weingeiste wird sie nur zum Theil aufgelöst, vonSalzsäure aber mehr verdichtet und zusammenhängend gemacht. Diese wieeine Säure wirkende Materie ist diejenige, welche Bl 0 ndeau und Gui-do u r t kohlige Materie, gekohlten Ertractivstoff, genannt haben; sie nähertsich zwar dem Ulmin und der pectischen Säure Braconnot's, allein siescheint nach Büchner in ihrem chemischen Verhalten ganz eigenartig zuseyn, und vielleicht den Namen Moschussäure zu verdienen.
Der kochend bereitete wäßrige Auszug scheint noch etwas von dernämlichen Substanz nebst Gallerte zn enthalten, wenigstens giebt dasDecoct mit Galläpfeltinctur einen gelblichbraunen flockigen Niederschlag;die durchs Abdampfen concentrirte Flüssigkeit gelatinirt aber beim Er-kalten nicht merklich.
Was das Wasser unaufgelöst zurückläßt, verhält sich größtentheilSn>ie verhärteter Mucus oder Eiweißstoff, und löst sich in kochender Kali-lauge anst Diese Auflösung ist braun, und scheint auch noch Moschus-säure zu enthalten. Auch befinden sich dabei die talg-, fett - und chole-sicarinartigen Bestandtheile, welche von Blonde au und Guibourtentdeckt worden sind, und sich mit Aether ausziehen lassen.