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im Moschus ein, verwandelt diesen zum Theil in Talgsäure, und sgMmit ihm eine dem Leichenfette ähnliche Verbindung. Nicht aller Bisamhat diese Veränderung in gleich hohem Grade erlitten, doch ist er immeretwas verändert; diese Veränderung äußert sich aber nur auf den Simeiß-stoff, die Gallerte und den Faserstoff, als die unwirksamen Bestandtheiledes Moschus, und der dadurch entstehende Nachtheil werde zum Theildurch das in eine seifenartige Verbindung verwandelt? Ammoniak ersetzt.
Eine interessante Seltenheit sind die Concretionen, die sich in denMoschusbeuteln finden sollen. Diese werden in Ostindien außerordentlichgeschätzt, und daher, wo man sie durch das Gefühl in den Beuteln er-kennen kann, znm Gebrauch für die einheimischen Fürsten herausgenom-men. Pfaff (Syst. d. stllak. mach VIs. S. 286.) beschreibt zwei der-gleichen, eine rund, die andere plattgedrückt, 5 hissz Gran schwer, vondunkelbrauner Farbe, rauher und matter Oberfläche, von sehr angeneh-mem Moschusgeruche. Im Innern zeigten sie keine Schichten oder sonstigeAbsonderungen, sondern sie haben ein ganz gleichartiges, schimmerndes, fastharziges Ansehen, und dieselbe braune Farbe wie außen; ihr chemischesVerhalten war mit dem Moschus übereinstimmend, nur waren sie trockener.
Der kabardinische oder russische Moschus (lVlorcfiu! cabarchUI. niorcowiticui) kommt aus Sibirien in größeren, mehr länglichen,an dem einen Ende zugespitzten und mit länger» weißen, gewissermaßensilberfarbigen Haaren besetzten Beuteln vor. Der darin enthaltene Mo-schus riecht viel schwächer, dabei widrig, dem Pferdeschweiße ähnlich,ohne merkliche Ausdünstung von Ammoniak; seine Farbe ist Heller, mehrgelbbraun, seine Form kleinkörniger, fast pulverig. Er darf nie inden medicinischen Gebrauch gezogen werden.
Der Moschus ist vizlfach zerlegt worden. Thiemann Wrl.Jabrv. 1803 . S. ioo.) fand in 100 Th.: Harzi; Wachs g; leimartigeSubstanz 60; eiweißartige Substanz und thierische Haut 30. Buckolz(Laschend. 1805. S. 16g.) ; in Wasser auflösliche Theile 70 —SS; inAlkohol auflösliche Theile is — 25. Wetzt er: in Wasser auflöslicheTheile 55 ; in Alkohol auflösliche Theile r7. Es scheint hienach, daß derMoschus nicht immer von gleicher Beschaffenheit sey.
Eine sehr belehrende Arbeit über den Moschus verdanken wir denHerren Blondeau und Guibourt (Trommsd. N. I. IV. r. S-349 .). ioo Lh. Moschus verloren durch Austrocknen an Feuchtigkeit46,925, an Ammoniak 0,32s. Aether zog eine wie gelbes Wachs aus-sehende Materie aus, 13,000, welche durch heißen Alkohol in 3 verschie-dene fette Substanzen zerlegt wurde. Beim Erkalten schied Talgstoff n>glänzenden Tafeln aus; der Oelstvff blieb in Alkohol aufgelöst. (BeideFette kommen mit dem Fette der Schafe und anderer wiederkäuendenThiere überein.) Was der Alkohol nicht aufgelöst hatte, war Gallenstein-fett , welches dem der menschlichen Gallensteine ähnlich zu seyn schien-Sie erkannte» auch ein saures Oel mit dem Ammoniak verbunden, fluch'