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! einer glatten, harten, doch leicht zerbrechlichen Schale versehen, «nd enl-i hält in einem weißen, wäßrig-schleimigen, schwammigen Marke mehrerei ( 8 —10) Saamenkerne, welche im Handel als Krähenaugen vorkommen.
^ Diese sind kreisförmig, meistens 8 —10 Linien im Durchmesser, platt,
> i-2 Linien dick, weißlich, gelblich oder aschgrau, mit feinen glänzenden,
kreisförmig laufenden Haaren besetzt, und in der Mitte mit einer nabelför-migen Erhabenheit versehen, welcher aufder andern Seite eine Eindrstckungentspricht. Werden die Haare weggenommen, so kommt eine zarte brauneHaut zum Vorschein, die behutsam abgenommen nicht bitter schmeckt; dereigentliche Kern ist gelb oder braun. Der Geruch ist eigenthümlich, etwasbalsamisch widrig, doch schwach. Der Geschmack ist höchst bitter, kaumgMürzhaft und bleibt lange auf der Junge. Wegen ihrer hornartizen Be-schaffenheit lassen sich diese Früchte schwer pulvern. Die gelblichen undschwersten sind die besten. Häufig kommen sie geraspelt in dem Handel vor.
Die große Bitterkeit der Früchte findet sich auch in allen übrigenTheilen des Baumes, als Holz, Wurzeln u. s. w.
Die Krähenaugen äußern sehr heftige und schädliche Einwirkungennicht nur auf Hunde und andere vierfüßige Thiere, sondern auch aufden Menschen. Diese narkotischen Eigenschaften scheinen schon den Ara-bern bekannt gewesen zu seyn.
Das kalte Wasser wirkt nur wenig auf die Krähenaugen, mehrzieht dasselbe bei der Digestion aus.
lieber das narkotische Princip in den Krähenaugen sind wir erst in! neuerer Zeit durch die Herren Pelletier und Caventou belehrti worden. Durch ihre Analyse der Jgnatiusbohnen geleitet, vermutheten! sie, was schon Pfaff ausgesprochen hatte, eine große Uebereinstimmungder Bestandtheile in diesen natürlich so nahe verwandten Pflanzen, undsie fanden diese Vermuthung, als sie die Krähenaugen nach der bei denJgnatiusbohnen befolgten Methode einer Zergliederung unterwarfen, voll-kommen bestätigt, denn als Resultat dieser Analyse ergaben sich dieselbendort gefundenen Bestandtheile, nur in abweichenden Verhältnissen. DieKrähenaugen enthalten nämlich weniger Strychninsalz, aber eine grö-ßere Menge festen Oels und gelber färbender Materie. Neben dem Strych-»in fanden sie aber auch das in der falschen Angusturarinde entdeckteAlkaloid, das Brucin, wodurch es wahrscheinlich wurde, daß auch dieseRinde von einer Strychnosart abstammen müsse, wie bei der ^ngustur»«"geführt ist. Das Brucin spielt gegen das Strychnin dieselbe Rolle, wiedas Chinin gegen das Cinchonin. Beide Basen finden sich in den nämlichenPflanzen vor, und bestimmen durch ihre absolute und relative Menge diephysiologischen Eigenschaften derselben. In den Krähenaugen ist das Brucin^ m großer Menge vorhanden und schwer von dem Strychnin zu trennen.
Um das Strychnin aus den Krähenaugen zu gewinnen, geben P el le-dler und Caventou (Trommsd. N. 2 - Vll. 1 . S. Zil.) folgendesVerfahren an. Mau bereitet einen geistigen Auszug, welchen manin Wasser