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so wie die ganze Pflanze weißmilchende Stengel. Die Blätter sind spi-tzig , eingeschnitten, mit sägeartigen Zipfeln, «der meergrün, untenfast schimmelgrün, fast gekielt; die untern gestielt länglich, die obernumfassend länglich, eirund, mehr oder weniger herzförmig. Kelch ausr länglichen, stark vertieften, hinfälligen Vlättchen. Krone vierblättrig;die Blumenblätter breiter als lang, gegen die Basis fast keilförmig, inder Varietät -- schmutzig purpurroth, an der Basis ins Schwärzlicheübergehend, in der Varietät /g graulich milchweiß, an der Basis lilafar-big. Sehr zahlreiche Staubfäden umgeben den rundlich urnenförmigen,von der deckelartigen, 10 - tSstrahligen Narbe gekrönten Fruchtknoten.Die Frucht ist eine urnenförmige, in « mehr kugelige, in S mehr eiför-mige, mit der bleibenden vertieften Narbe gekrönte, kahle, einfächrige,durch die fcheidenartigen Mutterkuchen (Saamenträger) scheinbar halb-vielfächrige Kapsel, welche durch unter der Narbe sich öffnende, mit denStrahlen der Narbe abwechselnde Löcher aufspringt. Die Saamenträgersind wandständig, und erstrecken sich in die Höhle der Kapsel gegen dieAchse hin. Die Saamen sind in den beiden Varietäten, in « schwarz,in D weißlich, doch finden sich von den weißlichen Saamen Uebergängezu den schwarzen, so wie überhaupt kein Unterscheidungszeichen der beidenVarietäten constant genug ist, um daraus zwei Arten zu machen. Das Auf-springen und Nichtaufspringen kommt bei beiden Varietäten vor, obwohl dieangegebenen Kennzeichen beider Abänderungen für die Regel gelten können.
Die Blüthezeit ist Juni und Juli; die Saamen reifen im Augustund September.
Alle Theile dieser Pflanzen besitzen einen virösen, widerlichen Ge-ruch. Macht man einen Einschnitt in dieselben, so fließt ein zäher,weißer Saft heraus, der sehr bald braun wird.
Aus den Saamenkapseln wird das Opium (ülle oon oder ^Ko-oon vondeu Persern genannt, woraus durch Verstümmelung Opium geworden),gewonnen. Das eigentliche Opium der Alten war das durch Einschnitte indie Mohnköpfe gewonnene, wogegen das durch Auspressen der zerstampftenPflanze bereitete von ihnen Mekonium genannt wurde. Wenn es nunauch gewiß ist, daß das durch Einschnitte gewonnene OpiumOgll) bei weitem zu dem Verbrauche in Asien und Europa nicht ausreichenwürde, dieses auch gar nicht zu uns kommt, so ist es doch sicher auchunrichtig, wenn behauptet wird, daß wir nur das Mekonium der Altenerhielten; denn ein solches Opium könnte nicht jenen eigenthümlichen Geruchbesitzen, den man an dem verkäuflichen Opium bemerkt. Man muß alsoannehmen, daß beide Methoden zu gleicher Zeit angewendet werden. DenNachrichten der Reisenden zufolge wird folgendermaßen verfallen: Es wer-den alle Abende 5 oder 6 Tage hindurch an den noch unreifen Mvhnköpfen4-5 Längeneinschnitte gemacht. Am andern Morgen wird der ausgeflos-stne und an den Mvhnköpfen fest gewordene Saft mittelst eines Messers,das mit Sesamöl bestrichen ist, abgenommen, in flache Gefäße gethan und