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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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fast 59 Procent Wasser enthalt. Werden beide Sorten auf gleiche Gradeder Trockenheit gebracht, fo giebt der ostindische Orlean 63 , der spani-sche nur 52 Precenl Farbestvff an Alkohol ab.

Wasser lost nur wenig vom Orlean auf und erhält eine blaßgelbeFarbe. Alkohol löst den größten Theil auf; die in der Kälte bereiteteAuflösung hat eine schöne Oraugenfarbe. Durch freiwilliges Verdunstenerhält man die färbende Substanz in pulverigem Zustande. Schivefel-äther löst den Orlean noch leichter; die Lösung ist orangervth. Aetzkali,kohlens. Kali und Natron lösen ihn in beträchtlicher Menge auf; dieLösungen sind sehr dunkelroth, Säuren schlagen daraus den Orlean insehr fein zertheilten Flocken nieder. Chlor entfärbt die alkoholische Lö-sung des Orleans schnell, die Flüssigkeit wird weiß und milchig. Salz-säure und Essigsäure üben keine merkbaren Wirkungen darauf aus, aberSchwefelsäure erzeugt damit merkwürdige Veränderungen. Bringt manconcentrirte Schwefelsäure mit gepulvertem Orlean zusammen, so wan-delt sich die rothe Farbe schnell in ein schönes Jndigoblau um, diese Fardegeht nach und nach in Grün über, und nach 24 Stunden ist sie violett.Der Orlean zeigt also Aehnlichkeit mit dem Safrangelb (Polpchroit).Salpetersäure wirkt bei gewöhnlicher Temperatur wenig auf den Orlean,sie ertheilt ihm eine grüne Farbe, welche bald in Gelb übergeht. BeimErhitzen entwickeln sich viele salpetrigsaure Dämpfe, der Orlean nimmteine Syrupsconsistenz an und nach einigen Minuten entflammt sich dasGemenge, und hinterläßt eine sehr fein zertheilte Kohle.

Der Orlean löst sich leicht in Terpenthinöl und in fetten Oelen auf.Dieses Gemisches bedienen sich die Karaiben und Otomaken, um sichzu bemalen.

John (Chemische Schriften Ik. S. 52 .), der einen minder reinenOrlean unter den Länden gehabt zu haben scheint, fand in ivu Th.:etwas riechende Materie; gelbes Farbeharz 28,9; ertractiven röthlichgel-ben Farbestoff 20,0; eine dem Schleime und Ertraccivswffe ähnliche Sub-stanz 4,0; Gummi 26,5; Holzfaser 20,»; Säure und Verlust t, 5 .

Der Orlean dient allein, um einige äußerliche Mittel zu färben.

Ov« gallinaoea. Hühnereier.

ptrasianus OsIIus tsirun» IJnn.

Abbild. Brandt und Ratzeburg Darst. der Thiere. Hst.

Taf. 18.

Die Henne gehört zur Classe der Vögel (stver), zur Ordnung derScharr- oder Hühnervögel (k^oi-er §. OMnacese) und zur Familieder eigentlichen Hühner (0all,nso--ae). Sie ist durch ihre Sorgfalt undmütterliche Zärtlichkeit für ihre Jungen bekannt genug.

Das Hühnerei ist ein organischer Körper von elliptischer, eigenthüm-licher Form. Die Eierschale (kutamen Ovi) besteht größttntheils aus koh-