Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
763
JPEG-Download
 

?aeonis

/65

ms Th. derselben bestehen aus 80,11 Oralsäure und 19,89 Wasser. Diekrpstallisirte Oralsäure ist H'11-—790,312, und 100Th. bestehen aus57,30 Oralsäure und 42,70 Wasser.

Die Oralsäure ist in der Chemie wegen ihrer starken Verwandtschaftzur Kalkerde merkwürdig, mit welcher sie ein schwer lösliches Salz bil-i bet. Sie sowohl als ihre Salze werden daher sowohl als Reagentien auf! Kalkerde, als auch zu deren Ausscheidung bei Analysen gebraucht.

John (Taschenbuch 1825.) hat eine der Weinsäure verwandte Säure,! welche man im Handel bisweilen statt der Oralsäure erhält, Voghesen-sture genannt.

Das Sauerkleesalz wurde sonst häufig gebraucht, um weißes Leinen-zeug, Holz u. dgl. von Tintenflecken zu reinigen. Da indessen nach eini-gen in neuerer Zeit gemachten Erfahrungen sowohl die OralsäNre als dasKleesalz tödtliche Wirkung äußern, so darf das Sauerkleesalz nicht mehr,sondern es soll statt desselben die Weinsäure verabfolgt werden. Dietödtliche Wirkung ist so schnell, daß gewöhnlich der Tod schon erfolgt ist,ehe ärztliche Hülfe ge- und versucht werden kann. Hierbei dürfen wederBrechmittel noch verdünnende Mittel (die verdünnte Säure soll nochschneller todten, als die concentrirte) angewendet werden; es ist wegenSchnelligkeit der Wirkung ein leicht und allgemein anwendbares Gegen-mittel erfoderlich, und dieses ist der kohlens. Kalk, also Kreide, da dervrals. Kalk bei Thieren in Gaben von 2 Drachmen nach Thomsonkeine Unbequemlichkeit verursacht. Mit gleich gutem Erfolge kann auchMagnesia angewendet werden.

Um die Oralsäure in dem Ausgebrochenen, in dem Inhalte desMagens rc. zu entdecken, dienen salzs. Kalk, schwefelst Kupfer und sal-peters. Silber als Reagentien. In den thierischen Flüssigkeiten kann dieLralsäure nach Christison und Coindet nicht entdeckt werden, weilsie wahrscheinlich bei ihrem Durchgänge durch die Lungen eine Zersetzungerleidet, und ihre Elemente sich mit dem Blute verbinden; Wühlerbat sie jedoch in dem Harne wieder gefunden.

kaeonla. Die Wurzel. Päonienwurzel.

kaeonig oskcinslis Istnn. Eine perennirende Alpenpflanze

des mittägigen Europas.

Eine knollige Wurzel, die Knollen rundlich, länglich, fastwalzenförmig, von der Dicke eines kleinen Fingers bis zu dereines Daumens, außen rothbraun, innen weißlich, von fademkaum bitterlichem Geschmacke, meistentheils geschält und der Längenach zerschnitten vorkommend. Sie werde im Frühlinge gesammelt.

k»eoniL v1stc>n»I>L Oinn. Gemeine Päonie. Pfingstrose.

' Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. Ul- Taf. 13.

Hayne Arzn. Gew. Bd. V. Taf. 26.