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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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8^rk, rsxusl. 61. XIII. Orä. 2. ?ol)-an<lria OiZ^nia.

Orcl. natursl. Hanuneulacese.

Nach Dierbach (Geiger's Magazin. August 1825 . S. in;.) ist?->eonia 00INMUNI5 6 a;p. Laukini diejenige Pflanze, welche,bei unsvfffciuell ist, denn nach Decandolle's Zeugniß ist Linnos ?a°oni>>olticinsln eine ganz andere, als die in Deutschland unter diesem Namenbekannte, welche als Zierpflanze mit gefüllter Blume so oft gezogen wird.

Die Pfingstrose stand schon lange, ehe sie in die Zahl unserer schön-sten Gartenblumen aufgenommen worden, in großem Rufe bei den be-rühmtesten Aerzten der Vorzeit; sie bringt in unsern Gärten vortreff-liche Abarten mit sehr schon gefüllten Blumen hervor.

Die Wurzel, aus einer Menge länglicher, spindelförmiger oderkugliger, dickfleischiger, seltener schwammiger Knollen bestehend, treibteinen oder mehrere aufrechte, runde, glatte, etwas röthliche, 1-2 Fußhohe Stengel. Die abwechselnden großen Blätter sind gestielt, fast dop-pelt fiedertheilig, mit am Blattstiel Herablaufenden, länglichen oder bren-lancettförmigen, glatten, unten etwas weißlichen Lappen getheilt. Diegroßen dunkelrothen, auch rofenfarbigen oder weißen Blumen stehen ein-zeln an den Spitzen der Stengel. Der kleine Kelch ist fünfblättrig; dieKrone besteht aus fünf oder mehreren sehr großen, vertieften, rundli-chen abstehenden, am Grunde -schmäleren Blumenblättern. Auf demBlumenboden steht eine große Menge (ungefähr 300) haarförmiger kur-zer Staubfäden, mit großen länglichen, aufrechten Staubbeuteln. DieFrucht besteht in 2 —5 oval-länglichen, bauchigen, filzigen, einklappige»Kapseln, die der Länge nach einwärts sich öffnen, inwendig lebhaft rot-sind, und viele rundliche schwarze Saamen enthalten.

Die seltnere ?s«on>'-> mascula mit breitern, dunkelgrüner», glän-zendern Blättern, größere ästigen Stengeln, meist einfachen bläffernBlumen, hat eine senkrecht und lief in die Erde gehende, und sich dannin viele von außen röthliche und inwendig weißliche Aeste verbreitendeWurzel. Einige geben dieser vor jener den Vorzug; auch wird sie häu-fig in den Apotheken gefunden.

Veraltete, geschmack- und kraftlose Wurzeln müssen verworfen werden.

Die frische Päonienwurzel hat einen starken, widerlichen, etwas be-täubenden Geruch, der sich aber zum Theil durch das Trocknen verliert.Der Geschmack ist zuerst süßlich, dann bitter und unangenehm, dabeietwas scharf, und dieser Geschmack erhält sich ziemlich lange. Geruchund Geschmack scheinen in der Rinde der Wurzel etwas stärker zu se»n,als in der übrigen Substanz, und es scheint daher nickt zweckmäßig, dieWurzel, was doch gewöhnlich geschieht, vor dem Gebrauche zu schälen.

Morin lTrommsd. N. I. IX. 2. 1824. S. g2., Buchn. Repert.XIX. S. 76. und Berl. Jahrb. XXVI. 2 . S. ä 3 ) fand, daß das starriechende Princip, welches beim Zerquetschen der frischen Päonienwurzelausdunstete, mit Wasser überdestillirte und ein Destillat von nauseosem Ge-