Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
771
JPEG-Download
 

klrellsnäriurn

77 »

Längliche, gestreifte, grünlichgelbe oder bräunliche Saarnen,bisweilen mit dem Stempelpvlster und den fünf kleinen bleiben-den Kelchzähnen bezeichnet, von unangenehmem Gerüche und et-was widerlichem Geschmacke. Man verwechsele sie nicht mit denSaamen von 8ium latitoliuin und Licuta virors Oinn. , vonwelchen sie sich vorzüglich durch die Farbe, dann auch durch Ge-ruch und Geschmack unterscheiden. Sie müssen nicht über einJahr aufbewahrt werden.

Oenantlls klieUsrickririln I^sm. 8pr. Kvvk. Fenchelartige Re-bendolde. Wafferfenchel.

Spnvn. Lbsllanclriuin s^usticui» Oim»,

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XIV. Taf. 6.

Hayne Arzn. Gew. Bd. I. Taf. 40.

8^sk. rexvsl. LI. V. Orck. 2. kentsnckria Oix^nis.

Orcl. nstural. tlmlnelllkerse.

Der Wafferfenchel findet sich durch ganz Deutschland in stehendenWässern.

Die Wurzel ist zweijährig; im ersten Jahre besteht sie aus einem run-den sehr kurzen Wurzelstocke, der sich in zahlreiche lange weiße.Wurzelfasernauflöst, im zweiten Jahre wird sie viel stärker und walzenförmig. DerStengel ist aufrecht, 3—4 Fuß hoch, mit langen, sparrigen Besten, innenhohl, außen glatt, gestreift und gegen die Spitze hin gefurcht. Die Wur-zelblätter, die sich nur bei Pflanzen des ersten Jahres finden, ehe die Sten-gel hervorkommen, stehen aufrecht aufrunden hohen Blattstielen, und sinddreifach gefiedert, mitgefiedertzerschnittenen Blättchen der letzten Ordnung.Die Stengelblätter sind horizontal abstehend, oder hangend auf schlaffen amGrunde den Stengel scheidenartig umfassenden Blattstielen, doppelt gefiedertMit gefiedert zerschnittenen Blättchen; die Lappen der Blättchen sind schmal,spitz oder stumpflich mit einem Stachelspitzchen; die Blättchen der unterge-tauchten Blätter in pfriemliche, haarfeine Fetzen zertheilt. Die Blätter leb-haft nicht dunkelgrün, auf beiden Seiten glatt. Die weißen Blumen in»ielstrahligen flachen Dolden mit wenigblättriger Hülle (die oft fehlt); dieDöldchen gewölbt, mit einer Hülle aus pfriemlichen, kurzen Blättchen un-terstützt. Die Randblumen der Dolde ungleich ; die Blumenblätter mehroder minder tief herzförmig, mit einwärts gebogenem Läppchen. Die Fruchtfest, oval-länglich, vom Kelch und dem Griffel gekrönt; die einzelneAkeneMit 5 breiten niedrigen Rippen aus einer dicklichen Rinde; die Seitenrip-Mr sind verdickt und bilden den größten Theil der Fuge; der Fruchthalter»erwachsen, daher bleiben die Akenen vereinigt.

Die Saamen besitzen einen starken, durchdringenden, unangenehmen, et-tvas betäubenden Geruch, und einen widrigen, scharf aromatischen Geschmack.

Verwechselungen mit den kleineren Saamen des schmal- und breitblätt-

49 »