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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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rigen Waffermarkes (8>um snguolikolium und lstikolium), so wie mit dengrünen Saamen des Gistwülherichs (OicutL virora), sind leicht durch Ver-gleichung mit wahren zu erkennen, da sie an Geruch und Geschmack sehrverschieden sind. Der verwachsene Fruchthalter, der große Kelch und dieGriffel, welche die sich nicht in L Akenen trennende Frucht krönen, zeichne»die Saamen des WafferfenchelS hinreichend von den Saamen anderer Dol-dengewächse aus.

Nach Bertholt» (Oisr. ck- reminis pkellsnärii ein, H»I,S 1818.)enthalten 16 Unzen Saamen: ätherisches Oel l Qut. 55 Gr,; dieses wargoldgelb von Farbe, hatte einen erst milden, dann brennenden, etwas süßen,schnell vorübergehenden Geschmack, einen starken Geruch nach den Saamen,und war in Weingeist von 75 Procent.leicht auflöslich; fettes Oel, ähnlichdem fettenOele des Bilsensaamens, etwas süßlich, schon in kaltem Alkohollöslich, 6 Qut. W Gr.; Cerin ; Qut. i8 Gr.; Harz 5 Qut. 55 Gr.Ertractivstoff i Unze L Qut. is Gr.; Gummi 4 Qut. L6 Gr.; Rückstandii Unzen 3 Qut. 56 Gr. Die Asche enthielt viel Kieselerde« Be rtholdbeobachtete in größern Gabewnarkotische Wirkungen und Pfasst stellt dieFrage aus, ob der Saame vielleicht ein narkotisches Alkaloid enthalte.

Herz (Berl. Jahrh. XVI. Isis. S. i3Z.) erhielt aus 8 WildSaamen nur i Quentchen ätherisches Oel.

Der Waffersenckel, der beim Blutspeien und daraus entstandenerLun-gensucht gerühmt wird, indem er auf die Lungengeschwüre vortherlhast ein-wirke« soll, wird zweckmäßig in Pulverform oder im Aufgüsse verordnet;auch eine weingeistige Linctur würde die wirksamen Bestandtheile enthalten.In der Thierarzneikunde findet der Saame gleichfalls Anwendung.

?Kosxlioru8. Phosphor.

Wird in chemischen Fabriken durch trockne Destillation dermit Kohlen gemischten Phosphorsäure bereitet.

Eine feste, biegsame, zähe, frisch gelbe, halb durchscheinende,mit der Zeit mit weißer pulveriger Oberfläche bedeckte Substanz,am dunkeln Orte leuchtend, bei mittlerer Temperatur an derLuft einen weißen nach Knoblauch riechenden Rauch verbreitend,bei einer Temperatur von 28 — 30 ° schmelzend und bei 58 btsüo ° Flamme fassend, gemeiniglich in Stangen im Handel vor-kommend , vorsichtig unter Wasser aufzubewahren.

Der Phosphor, Lichtträger, nach seiner Eigenschaft im Finstern Zllleuchten so genannt, wurde im Jahr i669 von Brandt, einem verun-glückten Kaufmanne in Hamburg, zufällig bei alchemistischen Arbeiten ent-deckt, und zuerst aus dem menschlichen Harne dargestellt. Kunckel, wel-cher gleichzeitig lebte und den Phosphor zu Gesichte bekam, jedoch nicht dieDarstellungsweise mitgetheilt erhielt, sondern nur soviel erfuhr, daß era«s