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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Seihetuchs ein grüngelbes Pulver zurückbleibt, das man mit Wasser aus-wäscht. Dieses wird in Alkohol von o,8ss spec. Gew. aufgelöst, die Auf-lösung bis zum schwachen Salzhäutchen abgedampft, worauf dann beimErkalten die Flüssigkeit zu einer Krystallisation gesteht, welche man ab-tropfen läßt, und durch Auflösen in Alkohol umkrystallisirt.

Pfeil und Henkenius (Geiger's Magazin. Januar isss. S. 56.u. 59 .) haben gleichfalls das Piperin dargestellt, welches jedoch stets denGeschmack des Pfeffers besaß. Die beste Methode scheint nach ihnen fol-gende zu seyn. Das weingeistige Ertract wird mit Wasser ausgekocht,in Weingeist aufgelöst und Kalkhydrat zugesetzt, welches die Ausscheidungdes Piperins sehr zu begünstigen scheint. Auch kann die Lösung durchthierische Kohle noch mehr entfärbt werden. Die geistigen Auszüge desKalks lassen beim Verdunsten das Piperin in feinen spitzigen Krystallenbüschelartig anschießen.

Der Pfeffer ist, außer der sonstigen Anwendung, sowohl in Substanz,als vorzüglich das daraus gewonnene Piperin, in neuerer Zeit gegen Wech-selfieber sehr empfohlen worden, doch ist die Wirksamkeit des letzteren nichtdurch die Erfahrung bestätigt worden, besonders wenn es in möglichstreinem Zustande angewendet wurde.

Der Pfeffer hat die besondere Eigenschaft, die Feuchtigkeit an sich zuziehen und gleichsam zu binden, weswegen leicht zerfließliche Sachen trockenerhalten werden können, wenn sie in Pfeffer eingepackt werden.

longvm. Langer Pfeffer.

kiper longuin I.inn. Langer Pfeffer.

Abbild. Düffeld. Sammt, vfflc. Pflnz. Lief. Xll. Taf.;.

Classe und Ordnung wie bei dem vorigen.

Der lange Pfeffer wächst in feuchten Wäldern der Circars'schen Bergewild und wird in Bengalen angebaut. Die Pflanze ist im dritten Jah-re am fruchtbarsten.

Aus einer perennirenden holzigen Wurzel kommen mehrere ästige rundewindende Stengel mit etwas verdicktem Gelenke hervor. Die Stengelblalterfind langgestielt, herzförmig, spitz, mit weiter und tiefer Bucht, glatt undblaßgrün. Die männlichen Blüthen bilden dünne walzenförmige, stumpftKätzchen, die aufBlüthenstieken aus den Winkeln der obern Afterblätter ent-springen. Die weiblichen Kätzchen sind sitzend, aufrecht und walzenförmig.

Die Frucht istwon graulicher Farbe, und besteht aus der Vereinigungeiner großen Anzahl kleiner Früchte um eine Centralare. Linn <i und De-cand 0 lle bezeichnen die kleinen Früchte als einsaamige Beeren. AufdemLängendurchschnitte der ganzen Frucht bemerkt man, daß sie aus 7- Skleinen Beeren, wovon einige unfruchtbar sind, zusammengesetzt ist. Diekleinen Beeren haben eine unregelmäßig abgerundete Form, sind rund umdie Are herum mit einer Hülle umgeben, und sondert man sie von dieser,so zeigt sich, daß sie außer derselben noch eine eigenthümliche braunMM

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