Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
793
JPEG-Download
 

koI^Fsla amsi-a 798

jcht häufig Holzessig anwendet, gehängt und erhitzt wird , jedoch nurso lange, daß die Flüssigkeit das Lackmus noch etwas röthet. DurchsAbdampfen und Krystallisiren wird dieses Salz in glänzenden, mehroder weniger weißen Nadeln erhalten.

Außerdem daß es in der Pharmacie benutzt wird, um durch Auflö-sen und Krystallisiren das gereinigte essigsaure Bleiorpd zu bereiten,wird es auch häufig in den Cattunfabriken gebraucht, um durch einedoppelte Zerlegung die essigsaure Thonerde, welche als Beizmittcl dient,zn bereiten. Dieses käufliche Salz soll bisweilen mit essigsaurem Kalkeverfälscht seyn.

?ol^§sla amar-A. Das Kraut. Bittere Kreuzblume.

kol^AsIa amars bünn., und ?. smsi-sll» ktmoUeud. Aus-dauernde, jene auf den Gebirgen Schwedens, diese auf denGebirgen Deutschlands vorkommende Pflanzen.

Das blühende Kraut mit den saftigen Wurzeln, die Wurzel-fasern dünn, gelblich, mit mehreren nach oben zu ästigen, z—4Zoll hohen Stengeln, mit mehreren spatelförmigen in einenKreis gefügten Wurzelblättern, mit lancettförmigen kurzen Sten-gelblättern und kleinen bläulichen Blumen, von bitterlichsüßemGeschmacke. Man hüte sich, daß man es nicht mit andernArten verwechsele, welche dieser oft substituirr werden.

Zm Monat Mai einzusammeln.

kolz^gLlL smareI>A Ikeiclienll. Bittere Kreuzblume.

Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XII. Taf. 11.sexusl. LI. XVIl. Orcl. Z. DiackelpüiL Oclslillris.

Orä. nsiursl. ?e<liculsrer 1 urs. xen.?oI^g->IeLS lluis.Xnli. <1. IVlur.

Diese Pflanze gehört zu den seltenern Gewächsen.

Die Wurzel ist sehr dünn, mit einem knotigen Köpfchen versehen,faserig und gelblichweiß. Aus ihr kommen mehrere aufrechte, glatte undkrautartige Stetige! hervor. Die Wurzelblätter stehen rosenförmig bei-sammen, sind verhältnismäßig sehr groß, glatt, stumpf. Die Stengel-blätter stehen abwechselnd aufrecht, sind zahlreich, spitz, am Rande ganz,ebenfalls glait. Die Blüthen bilden eine aufrechte einfache Traube an derSpitze des Stengels. Der Kelch besteht aus fünf ungleichen Blättchen; dieBlumenkrone ist aus drei mit einander verwachsenen Blumenblättcheugebildet, so daß scheinbar eine zweilappige Blumenkrone entsteht.

Die ganze Pflanze zeichnet sich durch ihren stark bittern Geschmack aus,sie wurde daher schon früher ganz eingesammelt, obgleich eigentlich nur dieWurzeln zum medicinischen Gebrauche gezogen werden sollten, wodurch wohl