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zum Theil die bemerkte Verwechselung dieser Pflanze mit rolz^i»vulgsrir herbeigeführt worden seyn mag, da sowohl die letztere Pflanzeals auch kol^gonvm aviculare (dem man brechenerregende Kräfte zu-schreibt) stärkere, aber ähnliche Wurzeln haben.
Die gemeine Kreuzblume (?olz/g»Ia vulgsrir Oinn.) unterscheidetsich leicht durch ihren größer«, aufsteigenden (nicht aufrechten) Stengel,durch die schmalen, lancettförmigen Wurzelblatter und den Mangel desbittern Geschmacks. Am meisten Aehnlichkeit hat ?. uliglnors k°icl>.,die auch einen wiewohl schwachem, bittern Geschmack besitzt. Die ganzePflanze ist aber zarter, die Wurzelblätter sind rundlich, ganz stumpf,oft ausgerandet, auch die Blüthen sind kleiner. Die polz-gsl-,l.inn. ist nach Reichenbach eine eigene hinlänglich verschiedene Art,die wahrscheinlich nur in Schweden vorkommt, welches die Veranlassunggegeben, der oben beschriebenen den Namen ?. smsi-ella beizulegen.
Th. Martins (Buchn. Repert. VIII. 2 . S. 145.) macht außerden botanischen Unterscheidungszeichen der ?. smar-Ila von ?. vulgai-üauch auf das chemische aufmerksam, daß das Decoct der ächtendurch eine Auflösung des vrydirt-salzsauren Eisens eine grünlichschwarzeFarbe annimmt.
Der in Weingeist und Wasser auflösliche Extraktivstoff ist von sehrbitterm Geschmacke und kann als der wirksame Bestandtheil der Pflanzeangesehen werden. Die Pflanze nähert sich nach Peschier, Büchner(Buchn. Repert. X. z.) in ihrer Mischung der 8enega, und enthält auchdie in den Polpgalaarten von P esch i er gefundene eigenthümliche Säure.Die ?olz-xsls vulgsrir zeigt dagegen völlig abweichende Eigenschaften.
(Vergl. auch Gehlen im Berl. Iahrb. 1804. S. 1ZS.)
Die Kreuzblume, oder vielmehr die Wurzel (ksäix ?ol>gsU«smarrie), hatte durch Collin und andere Wiener Aerzte eine großeCelebrität gegen Lungenschwindsucht rc. erhalten, wo sie aber in großenGaben angewandt wurde. Martins (siehe oben) bat aber schon be-hauptet, daß die aus dem Oestreichischen und Ungarn kommenden Kreuz-blumenwurzeln der ?olz-g»la vulgsris angehören, und daß die vonCollin angestellten Versuche dieser Art zuzuschreiben seyen. Diese Mei-nung hat noch mehr Gewicht erhalten durch eine sehr lehrreiche Abhand-lung des Hrn. Pros. Bernhard! (Trommsd. N. I. 'XM. 1 . S. r.),in welcher es wahrscheinlich gemacht wird, daß die von Collin gegenLungensucht in Gebrauch und Ruf gebrachte Uaäix ?olz-gsias nicht dievon ?. amsrs, sondern vielmehr von ?. vulgsri! gewesen sey, welchesschon in den starken Dosen von 2 Unzen täglich seine Begründung fin-de, indem nur von ?. vulgaris die Wurzel, von der doch allein dieRede ist, in hinreichender Menge gesammelt werden konnte. Auchmöchte die stark reizende und purgirende kolz-Zala amara den Lungen-süchtigen wenig zusagen.
Die lkerba kolz-gslae Amsrse bedürfe daher, als ein neues Mittel/ !