6o6
^US83IÄ
gefiedert, 11 — 17 Blättchen, in der Jugend mit bräunlichem Haare,nachher kahl, kurzgestielt, eirund-länglich, layg-und stumpf-zugespitzt,ganzrandig, das unpaarige langgestielt und schmäler. Blattstiel kahlund röthlich. Nebenblätter lancettförmig, aufrecht, abfallend. Blumenpolygamisch, männliche und Zwitter in einer Doldentraube. Kelch 4-Stheilig, Krone 4 —sblättrig, gelblich - amianthweiß, 4 — 5 Staubfäden,kaum länger als die Krone, am Grunde mit einer Schuppe; z Frucht-knoten um einen gemeinschaftlichen Griffel entwickeln sich zu schwarzeneinnüssigen Früchten.
Die officinelle Quaffienrinde kommt hinsichtlich ihrer Mischung mit demQuassienholze im Wesentlichen überein, nur ist sie noch bitterer und enthältauch mehr ausziehbare Theile als das Holz. Auch hat die Rinde nocheher flüchtige Theile als das Holz, wenigstens bemerkt man sowohl an demAufgüsse, als an der Abkochung, so wie an dem darüber abgezogenen Was-ser, einen eigenen nicht unangenehmen Geruch, und letzteres hat auch einenbittern Geschmack und changirt von oben angesehen etwas ins Gelbliche.
Das Quassienholz ist nach Behauptungen von Fermin und Hal-ler schon im Jahr 1742 in Europa bekannt gewesen, was gegen diegewöhnliche Annahme streitet, daß die Gattung Quassia ihren Namenvon einem Neger Quassi erhalten habe, von welchem Dahlberg,der 176 » von Surinam zurückkam, und der an Linne einen Zweigmit Blumen von yusrsis anisr« mitbrachte, die Wirkungen des Holzeserfahren hatte. Das Bitterholz 8 imnrul>a excelsa 06 . ist erst späteraus Jamaika in Europa eingeführt.
Das Surinamische Quassienholz ist weißlich oder blaßgelblich, undkommt in walzenförmigen, geraden, seltner krummen, ästigen oder hö-ckerigen , z — 4 Zoll und drüber, selbst armsdicken, z — r Ellen langenStücken vor, die oft noch mit der Rinde umgeben sind. Es ist geruch-los, aber von gleich anfänglich beim Kauen zu empfindender, beimfortgesetzten Kauen nach und nach bis zum äußersten Grade steigenderreiner, nicht unangenehmer, im Munde zurückbleibender Bitterkeit.Die dicken, zähen, weißen Stücke vom Stamme, oder auch die gesun-den , graugelblichen, welche die meiste Bitterkeit besitzen, sind den ganzdünnen von den Zweigen, so wie den blauschwärzlich gefleckten und ge-streiften, besonders denen, wo diese dunklen Streifen und Flecken tiefereindringen, die allemal weit weniger bitter sind, vorzuziehen.
Das Jamaicensische Quassienholz kommt in großen, dicken und ge-wöhnlich gespaltenen Scheiten vor, die durch ihre Stärke schon ihreUbstamiüung von einem starken Baume bezeugen.
Das Holz des Korallensumach (k 4 bur IA«mpiun>), welches die Westin-dier dem Quassienholz bisweilen untermengen sollen, ist davon ganz ver-schieden, und wird theils dadurch entdeckt, daß die Rinde dem Holze festeranhängt, und mit schwarzen Harzflecken bedeckt ist, theils dadurch, daß derAufguß dieses Holzes, wegen eines Gehaltes an Gerbestoff, mit schwefelst