Quassia 809
Eisen einen schwarzen Niederschlag giebt, wogegen der Aufguß des äch-ten Quassienholzes dadurch nicht verändert wird.
Das Quassienhol; läßt sich meistens gut spalten und zeigt auf demQnerdurchschnitte feine aus der Mitte nach der Peripherie gehendeStreifen, und kleine, etwas vertiefte Punkte. Das Pulver ist weiß,nur wenig ins Gelbliche sich ziehend.
Das kalte Wasser zieht die Bitterkeit der Quassia vollkommen aus,und wenn Reiben zur Hülfe genommen wird, sogar besser, als das ko-chende; eine bei höherer Temperatur eintretende stärkere Orpdation scheinthier den Ertractivstoff unauflöslich zu machen.
Der wäßrige Aufguß ist blaßgelb, rvthet kaum merklich das Lack-muspapier, besitzt einen rein bittern Geschmack, der nichts Unangeneh-mes hat, und ist ohne merklichen Geruch. Die Bitterkeit der Quassiawird durch vegetabilische Säuren, als Essig-, Citronensäure, so wieumgekehrt die Säure etwas gemildert, sie wird aber nicht durch Alka-lien geschwächt, wie es bei der Aloe der Fall ist. Die Abkochung ist nichtbitterer, als der kalte Aufguß, und nur weniger gelb gefärbt. Sie hateinen eigenthümlichen, nicht unangenehmen, doch nicht starken Geruch.
Ueber die Menge des ErtractS, welches die Quassia giebt, sind die An-gaben sehr verschieden. Hagen erhielt bisweilen aus is Unzen z; Unzen,bisweilen aus 6 Pfunden nur 8, 9 — lü Unzen. Tr 0 mmsd 0 rff (N.I- II>. 1. S. 142.) hat mehrere Versuche hierüber angestellt. Er erhieltdurch verschiedenes mehrmaliges Ausziehen aus einem Pfunde 2 Unzens Drachmen io Gran Ertract (rz Unze vom Pfunde ist die gewöhnlicheAusbeute). Die beiden ersten Digestionen gaben äußerst bittere, dunkel-und hellgelb gefärbte Ertracte, die dritte Digestion ein Ertract, das sehrhellgelb aussah, körnig war und gesalzen schmeckte. Zur Pulvertrocknegebracht zog es Feuchtigkeit aus der Lust an, schmeckte bitter aber doch gesal-zen, und bestand nach ferneren Untersuchungen aus bitterm Ertractivstoffe,oralst oder weinst Kalke, und wie es schien etwas salzs. Kalke und Selenit.Beim vierten Auskochen erhielt Lrommsdorff ein wenig Ertract wiebei z, beim fünften Auskochen aber ein Ertract, das ziemlich weiß aussahund fast gar nicht bitter war. (Vergl. Lxirsetum yu»rriae im rten Th.)
Auch der Weingeist zieht die Bitterkeit der Quassia vollkommen aus.Die Tinctur hat eine dunkle, gelbe Farbe, und ist von außerordentlicherBitterkeit, doch ist die Menge des geistigen Ertracts viel geringer, alsdie des wäßrigen, und beträgt nach Trommsdorff nur
Schon die Geruchlosigkeit der Quassia scheint zu beweisen, daß ihrflüchtige Theile fehlen, doch will Ebeling ein wäßriges Destillat vonetwas gelblicher Farbe und bitterlichem Geschmacke erhalten haben; Se-veri aber ist der einzige, der selbst Spuren eines ätherischen Oels er-halten zu haben glaubt, welches das Wasser in Form einer Haut überzog.
Dem Obigen zufolge besteht also das Quassienholz größtentheils ausHolzfaser und nur zu einem kleinen Theile aus extraktiven Stoffen, diese