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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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812
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und wieder mit weißlichen Flecken bedeckt, und auf der innern Seite weiß-gelblich, getrocknet bcaunroth. Ihr Geschmack ist nur unbedeutend bitter,dagegen stark zusammenziehend, hintennach süßlich. Die gefurchten,rissigen,frisch braunen und gewöhnlich ganz mit Moos bedeckten Rindenstücke vonalten Besten und vvm Stamme sind von minder kräftiger Wirkung.

Ein concentrirter Aufguß der Eichenrinde hat ein spec. Gew. von1,05, schmeckt stark zusammenziehend, röthet das Lackmuspapier. 200Gran dieses Aufgusses gaben in D a v y's Versuchen 17 Gran Rückstand,wovon 14 Gerbestoff waren. Die nach Fällung des Gerbestoffes rück-ständige Flüssigkeit röthcte schwach das Lackmuspapier, fällte dieIinnauf-lvsung mit fahler Farbe, und die Eisenauflösung schwarzblau.

Mit den concentrirten Säuren und kohlens. Laugensalzen entstehtein dicker Niederschlag von fahler Farbe; auch durch Kalk-, Baryt- undStrontianwaffer wird der Aufguß reichlich gefällt. Mit Thonerde, Kalk-erde und Talkerde eine Zeitlang gekocht, verliert er seine ganze Wirk-samkeit auf Eisensalze und Gallerte, und wird ganz ungefärbt. DurchErhitzung mit kohlens. Kalk - und. Talkerde wird dagegen der Aufgußdunkler als vorher, und wiewohl er die Eigenschaft verloren hat, dieGallerte zu fällen, so giebt er doch mit Eisensalzen starke olivenfarbeneNiederschläge. Die Farbe des Niederschlages mit der Gallerte ist an-fänglich bräunlich, wird aber an der Lust viel dunkler, und besteht, einerungefähren Schätzung nach, aus 59 Leim und 41 Gerbestoff.

Davy suchte vergebens Galläpfelsäure rein aus der Eichenrinde dar-zustellen. Welchen Einfluß das Alter und die Jahreszeit auf den Ge-halt der Eichenrinde an Gerbestoff haben, beweisen die Resultate ausvergleichenden Versuchen. Nach Davy gab eine Unze von der weißeninnern Rinde (die überhaupt der an Gerbestoff reichste Theil der Rindeist) 108 Gran festen Rückstand, der 72 Gran an Gerbestoff enthielt.Eine Unze Rinde von einer jungen Eiche gab 111 Gran Rückstand und77 Gran Gerbestoff. Die Rinde einer im Winter gefällten enthielt nachBiggins 30 Gerbestoff, wogegen dieselbe Menge Rinde von einer imFrühlinge gefällten Eiche 108 Gerbestoff enthielt.

An Ertract wird ungefähr s erhalten.

Die Eichenrinde wird sowohl innerlich als äußerlich als ein kräftigesadstringirendes Mittel angewendet.

Die Eicheln sind die reifen, länglich eirunden, glatten, von ihren Kel-chen befreiten Früchte des Eichbaums. Sie enthalten in einer lederartigen,hell gelbbräunlichen Schale einen mit einem bräunlichen Oberhäutchen be-kleideten, weißen, eiförmigen, in die beiden Saamenlappen sehr leicht theil-baren, bitter und herbe zusammenziehend schmeckenden Kern Sie müssenvor der Aufbewahrung stark gedörrt werden, um sie vor dem Verderben zuschützen. Die gerösteten Eicheln (Olanäer Huercur tortae) werden durchsorgfältiges und vorsichtiges Rösten der von der äußern Haut befreiten Kernein einer Kaffeedrumme bereitet; sie dürfen nicht zu stark, aber auch um