k^atünk«
3i5
zu schwach geröstet werden, und müssen von hellbrauner Farbe seyn. Sieenthalten mehr bitteres als zusammenziehendes Princip, wirken außerdemnoch durch das in ihnen entwickelte empyreumatische Oel, und geben unterdem Namen Eichelkaffee ein mit Recht geschätztes Haus - und Arzneimittel.
Von den Eicheln hatL ö w ig (Buchn. Repert. XXVIII. iszg. S. 169 )eine Untersuchung geliefert, wozu die Eicheln im Wafferbade 24 Stundenausgetrocknet wurden, worauf sie ein Pulver von schwachgelber Farbe ga-ben, welches einen schleimigen schwach bittern zusammenziehenden Geschmackhatte. In 1000 Th. wurden gefunden: fettes Oel o,94z; Harz o,9S2;Gummi g, 664 ; eisenbläuender Gerbestoff o,99o; bitterer Ertractivstoff o,052;Stärkemehl 9,680; Holzfaser o,zi9; Spuren von Kali; Kalk - und Alaun-erdesalzen o. 8. — 1990. Die Eicheln gehören demnach zu den wirksa-men tonischen Mitteln, in welchen der schädliche Eindruck des Gerbestoffs,wodurch häufig bei fortgesetztem Gebrauche Magendrücken und Erbrechenerfolgt, durch die Verbindung mit dem bittern Ertractivstoff, wennauch nicht ganz aufgehoben, doch größtentheils gemindert, und durchdie Verbindung mit dem Stärkemehl die chemische Wirkung desselbenauf thierische Materie geschwächt ist. Will man also die tonische Wir-kung des Gerbestoffs mit der nährenden Kraft des Stärkemehls vereintangewendet wissen, so muß die Röstung, wodurch ein großer Theil desStär-kemehlsin Gummi verwandelt wird, so schwach wie nur immer möglich seyn.
Auch die Eichenblätter (IH Huercus) wurden sonst wohl als ad-stringirendes Mittel gebraucht.
Die Eiche wurde wegen ihrer großen Nutzbarkeit von den altenPreußen heilig verehrt. So stand eine Eiche da, wo jetzt die StadtHeiligenbeil steht, unter welcher dem Curcho oder Gorcho, der für denGott der Speisen und Getränke galt, geopfert wurde. Unter einer an-dern Eiche, die g Ellen im Durchschnitte gehabt haben soll, wurde derDonnergott Perkunos, der Ernte- und Regengott Potrimpus und derTodtengott Pykullus heilig verehrt.
^kstsnks. Das Extrakt. Ratanhaertract.
Wird aus den frischen Wurzeln der Krameria trisnär» ktuiLin Brasilien bereitet.
Fest, zusammenhängend, trocken, roth, glänzend, von zusam-menziehendem bitterm Geschmack, in siedendem Wasser fast gänz-lich auflöslich.
Dieses aus Brasilien angebrachte Ertract kommt in großer Masse vonschwarzbrauner Farbe und glasigem Bruche vor; Pfa ff hat es pulverisirt,von brauner Farbe, ungefähr wie Kermes, erhalten, welches an feuchterÄst dunkler, fast schwarz wurde. Es hat einen herben Geschmack, ist inabsolutem Alkohol bis auf o,i5 Rückstand auflöslich, und färbt denselben