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Mieuin
vorsichtig bis zur Ertractdicke gebracht, und der Rückstand mit möglichstwasserfreiem Weingeiste ausgezogen, wo dann nach dem Abrauchen des-selben der Rbabarberstoff als eine dunkelbraune, glänzende, undurchsichtigeSubstanz von ganz eigenthümlich ekelhaft bitterm, kaum merklich zusam-menziehendem Geschmacke, und eben so eigenthümlichem, etwas widrigemGerüche zurückblieb. Dieser Rhabärberstoff Pfafs's löst sich in Wasser,Alkohol und, Aether unter gelber Färbung vollkommen auf, wird an derLust feucht, reagirt weder sauer noch alkalisch, verhalt sich gegen einigeReagentien als gerbestoffhaltig, und steht überhaupt diesem und den mitihm verwandten Stoffen am nächsten.
Henry (Trommsd. I. XXIV. 2 . S. 88.) erschöpfte dagegen dieRhabarber mit Alkohol von zS° B., rauchte ab, und wusch das Ertcactmit kaltem Wasser aus, wobei ein harziges Product zurückblieb, vonwelchem Farbe, Geruch und Geschmack der Rhabarber herrühren. Die-ser Stoff ist gelb, unauflöslich in kaltem, auflöslich in heißem Wasser,in Alkohol und Aether, am Feuer verflüchtigt er sich als ein gelber wohl-riechender Rauch, und hat einen bittern herben Geschmack, welcher derin der Rhabarber vorherrschende ist. Mit den Alkalien giebt er Auflö-sungen von schöner rother Farbe, aus welchen ihn die Säuren mit seinerursprünglichen Farbe niederschlagen. Die Säuren und verschiedene Me-tallauflösungen geben gelbe Niederschlage, das schwefelsaure Eisen einenschwärzlichgrünen, die Leimauflösung einen käsigen lederartigen Nieder-schlag. Dieser Nhabarberstoff Henry's stimmt demnach nicht mitPfafs's Rhabarberstoff überein, indem er sich mehr der harzigen Naturnähert. Außer diesem eigenthümlichen Stoffe, Rhabarbarin, fandHenry: 2 ) eine geringe Menge eines fetten, milden, in Alkohol auflös-lichen Oels (nach P faff scheint dieses Oel eher ein Product der Operation,nach Gmelin ein Harz, daher also wohl noch im Ganzen problematisch zuseyn); 5) Gummi; 4) Stärkemehl; 5) mehrere Salze, nämlich oralsaurenKalk, welcher beinahe den dritten Theil des ganzen Gewichts der Wurzelbeträgt (nach andern Chemikern z, von den meisten ist aber ein noch gerin-geres Verhältniß angegeben), sauren äpfels. Kalk und schwefelst Kalk; 6)Holzfaser. Der oralst Kalk gilt gewöhnlich als ein Kriterium für die rus-sische Rhabarber, und Henry fand auch wirklich den Gehalt an diesemSalze bei weitem größer bei der russischen, als bei der einheimischen Rhabar-ber, obgleich Schrader gerade das Entgegengesetzte gefunden hatte.
Hornemann (Berl. Jahrb. XXIII. 1822 . S. 252.) stellte ver-gleichende Versuche über die achte und uuächte Rhabarber an, und istdabei zu eigenthümlichen Resultaten gekommen. Um Henry's Rhabar-bacin darzustellen, wurde der weingeistige Auszug der Rhabarber zurTrockne gebracht, und dann so lange mit kaltem Wasser behandelt, alsdieses noch darauf wirkte. Das zuletzt aufgegossene Wasser wurde eineViertelstunde damit kochen gelassen, und erst nach dem Erkalten wiederabgegossen. Dieses Rhabarbarin zeigte im Allgemeinen die von Henry