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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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821
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KIlLUM

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die Merkmale zusammenzustellen, durch welche dle in England zubereiteteinländische Rhabarber von der russischen sich unterscheidet. Die englischeRhabarber ist specifisch leichter als dib russische, und ihr Gewebe ist et-was grobfasriqer und poröser; auf dem frischen Schnitte siebt sie röth-licher, mitunter schwach ins Violette spielend, aus als die russische. DieBohrlöcher bei der englischen Rhabarber sind ziemlich gleich, bei derrussischen von verschiedener Weite; erstere scheinen mit einem Bohr ge-macht zu sevn, denn sie sind ganz kreisrund, gehen ganz gerade hin-durch, und haben fast alle beinahe z Zoll im Durchmesser. Die wesent-lichen äußern Merkmale der englischen und französischen Rhabarber hatGeiger (Magazin 1827. März. S. 208.) ausführlich angegeben.

Die Rbapontik, die Wurzel von ktlisum rü-rpontioum, einer inThracien auf dem Rhodopäischen Gebirge wachsenden Pflanze, die nachDecan d 0 l I e auch in der Anvergne in Frankreich, ferner nach mehrerenAutoren am Uralgebirge in Rußland vorkommt, auch bei uns in Gärtenangebaut wird, ist eine ästige, mehr lange als breite und dicke Wurzel,außen von dunkelgelber fast brauner, oder auch röthlichweißer Farbe,nicht bestäubt, im Innern mit gelben oder rothen und weißen Ringen, undmit aus dem Mittelpunkte strahlenförmig ausgehenden Streifen gezeichnet,von schwachem, nicht unangenehmen Rhabarbergeruche, von wenig bittermaber mehr adstringirendem und mehr schleimigem Geschmacke; sie färbt denSpeichel zwar gleichfalls rothgölb, knirscht aber nicht unter den Zähnen.

Die MönchSrbabarber, die Wurzel von Uumsx alpinuz, ist unver-kennbar, da diese in runzligen, langen, außen braunen und inwendigschmutzig bräunlichen oder grünlichgelben mit dunkelrothen Adern durch-zogenen Stücken vorkommt und zwar einen bitterlich - rhabarberartigenGeschmack besitzt, dieser aber viel stärker zusammenziehend und mehrekelerregend ist; der Speichel wird safrangelb gefärbt.

Das Wasser entzieht der Rhabarber größtentheils alle wirksamenTheile, der wäßrige Anszug ist gelblichroth, wird durch Alkalien duu-kelrsth und hat den specifischen Geruch und Geschmack der Rhabarber.Der Weingeist zieht eine dunkelrpth gefärbte Linclur aus.

Nach Schrader's vergleichenden Versuchen (Berl. Jahrb. I8N7.S. 12z.) zwischen der besten russischen und der inländischen Rhabarber(von kkeum pLlmatum), welchen zufolge die letztere etwas mehr Schleimund oralst Kalkerde, weniger Harz und Seifenstoff als die erstere ent-halten soll, ist die Rhabarber ein Gegenstand vielfältiger chemischer Un-tersuchungen gewesen.

Pfaff (Syst. der IVIat. mach lll. S.rs. und VI. S. 3t>8.>, um denbereits von Lrommsdorff (dessen I. III. 1. S. m.) angedeuteteneigenthümlichen Bestandtheil darzustellen, zog die klein zerschnittene Rha-barber erst vollständig mit Wasser aus. Der wäßrige Aufguß wurdeabgeraucht, das rückständige Ertract abermals in Wasser aufgelöst, wobeigewöhnlich ein kleiner Rückstand bleibt, hierauf die wäßrige Auflösung wieder