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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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824
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Das Rhabarbarin Henry's ist demnach zusammengesetzt aus einereigenthümliche» Substanz (Rhenmin), aus Harz und Gerbestoff.

Pfaff's Rbabarberstoff wurde von dem Verfasser dargestellt, indemer das wäßrige Ertract mit starkem Weingeiste auszog, diesen verdampfteund dann wieder in vielem Wasser löste, um Henry's Rhabarbarindavon abzuscheiden. Wird zu wenig Wasser angewandt, so fällt nichtalles Rhabarbarin nieder, ja wendet man nur sehr wenig Wasser an, solost sich fast alles zu einer hellen Flüssigkeit auf, die aber bei stärkererVerdünnung sogleich gelb und trübe wird, und das Rhabarbarin fallenläßt. Der durch Abdampfen der klaren Flüssigkeit erhaltene Rhabarber-stoff (Pfaff's) wird von absolut reinem Aether wenig angegriffen, sUnzen Aether nahmen von 77 Gran Rhabarberstoff nur 2 Gran auf, dieaus Harz und Gallussäure (?) bestanden. Auf Gallussäure, welche dar-zustellen nicht möglich war, schließt der Verf. nur aus der Wirkungauf mehrere Reagentien. Die wäßrige Lösung des mit Aether behandel-ten Rhabarberstoffes wurde mit essigs. Bleiorvd niedergeschlagen, dieklare Flüssigkeit von dem gelben Niederschlage abfiltrirt, das überschüssigzugesetzte Blei durch Schwefelwafferstoffgas gefällt, die klar filtrirte Flüs-sigkeit eingedampft, nochmals aufgelöst und verdampft, um die Essigsäuremöglichst zu verjagen. Der Rückstand war eine bräunliche, wie arabi-sches Gummi glänzende Masse, die sich wie Schleimzncker verhielt, nochmit einem Kalksalze verbunden, welches für essigs. Kalk erkannt wurde.Der gelbe Bleiniederschlag wurde in Wasser zertheilt und durch SäM-ftlwafferstoffgas zersetzt. Die Flüssigkeit blieb etwas gelblich gefärbt,und hinterließ nach gelindem Verdampfen eine bräunliche Masse, dieeinen muschligen Bruch und einen widerlich zusammenziehenden Geschmackbeiaß. Die wäßrige Lösung röthete Lackmuspapier schwach, ward vonSäuren nicht verändert, aber von Baryt- und Kalkwasser röthlich ge-färbt, und es setzte sich ein blaßgrauer Niederschlag ab. Der Verf. be-zeichnet diesen Stoff mit dem Namen Ertractivstoff.

Das Schwefelblei wurde noch mit Weingeist digerirt, und dadurch«ine gelbbräunliche Masse erhalten, aus der Wasser noch etwas von demerwähnten Ertractivstoffe auszog; den in Weingeist löslichen Rückstandzählt der Verf. zu den Halbharzen.

P fa ff's Rhabarberstoff zerfällt also, wenn ihm zuvor durch Aether einkleiner Gehalt an Harz und Gallussäure (?) entzogen ist, in Schleimzncker,dem etwas eines Kalksalzes anhängt, in Ertractivstoff und Halbharz. DenErtractivstoff weist aber wohl der widerlich zusammenziehende Geschmack zudem Gerbestoffe hin, da er auch die Leimauflösung fällt, salzs. Cisenorpdunter Trübung dunkelgrün und schwefelst Eisenorydul blaugrün fällt.

Horncmanu giebt die Bestandtheile in einer Unze russischer Rha-barber folgendermaßen an: Rhabarbarin (nach He nry )46 Gran; Rhabar-berstoff (nach P fa ff) 77 Gr.; bitteres zusammenziehendes Ertract 70,5;

vrydirten Gerbestoff 7 ; Schleim 48; aus der Faser durch Kalilauge ausge-