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zogene Substanz » 5 S; die Kalilauge enthielt an Oralsäure 5; ungelösterRückstand 70 j Verlust beim Austrocknen der Wurzeln is; Verlust 4 ,r.5 . — 480 Gran.
Der Rückstand von 70 Gran gab verbrannt 33 Gran Asche, welchebestand aus: Kali einer Spur; Kohle t Gr.; Kieselerde 2; kvhlens. Talk 1;Thonerde mit einer Spur Eisenoxyd 1; kohlens. Kalk 28. 8 . — 33.
Zucker wurde auch von Meißner (Trommsd. N. I. VI. 1. S.rgz.) in der Rhabarber gefunden, den er jedoch nicht krystallinisch dar-stellen konnte, und von welchem er die schnelle Gährung eines wäßrigenRhabarberauszuges ableitet.
Runge (Materialien zur Mykologie, 2te Lieferung. S. 2 t 7 .)glaubt durch essigs. Bleioryd eine eigenthümliche Säure,' die Rhabarber-säure, nnd eine eigenthümliche Base erhalten zu haben, welche letzterevon der damit verbundenen Essigsäure durch bloßes Wasser gefällt werdenkonnte. P faff (Trommsd. N. I. V!l. 4. S. 432 .) erklärt diese Ver-suche nicht ohne Grund für ungenau.
Carponter (Kastn. Archiv. VIll. Z. S. 204.; Geiger's Magazin.August 1826 . S. 144 .) will ein schwefelsaures Rhabarbarin nach folgenderVorschrift bereitet haben: Es werden sechs Pfund gröblich zerstoßenerchinesischer Nhabarberwurzel in 6 Gallonen Wasser, das mit 2z UnzeSchwefelsäure angesäuert ist, eine halbe Stunde hindurch gekocht. NachAbseihung des Decocts wird der Rückstand auf gleiche Weise noch zwei-mal ausgekocht. In den vereinigten Abkochungen wird in kleinen Por-tionen frisch gepulverter Kalk (vielleicht besser Kalkhydrat, D.) unter be-ständigem Umrühren, nm die Einwirkung auf die saure Abkochung zu beför-dern, hinzugethan. Sobald das Decoct leicht alkalisch wird, setzt sich einrothes flockiges Präcipitat ab, das durch ein leinenes Tuch gesondert, getrock-net, und nachdem es gepulvert ist, mit z Gallonen Alkohol von 36 ° B.,welcher das Rhabarbarin auflöst, in einem Wasserbade einige Stunden hin-durch digerirt wird. Der von dem Kalkpräcipitate abgesonderte und bis auft des Ganzen abgezogene Alkohol hinterläßt eine starke Auflösung des Rha-barbarins, die mit Schwefelsäure bis zur Sättigung vermischt, langsamznr Trockenheit verdampft wird. Der Rückstand von braunrother Farbe,untermischt mit glänzenden Flocken, ist von einem stechenden, styptischenGeschmacke, löslich in Wasser, und vom Gerüche der Rhabarberwurzel.
Dieses Präparat ist, wie behauptet wird, in concreter Form daswirksame Princip, dem die abführende Wirkung der Rhabarber zukommt,und das, abgeschieden von den holzigen und schleimigen Theilen, indemselben Verhältnisse zu der rohen Rhabarber steht, wie das Chinin zurChinarinde. Diese Zubereitung würde eine gleichförmige Stärke haben,und könne mit Sicherheit neugebornen Kindern gereicht werden.
Ka stne r wünscht in einer Anmerkung, daß, um die Fracht und dieKosten zu ersparen, sich in Rußland und in Peru Einige fänden, welcheschwefelst Rhabarbarin, Chinin und Ciuchonin u. s. w. fabrikmäßig berei-