628 kkoäoäenäron
nur auf niedrigern Standorten findet man ihn anderthalb, seltener sFuß hoch.
Der Stamm, welcher wie die Aeste mit aschfarbig brauner, glatterRinde bedeckt ist, und seltener 2 — z Finger, gewöhnlich nur einen Zolldick wird, wurzelt tief zwischen den Felsen. Das Holz ist weiß. Diezahlreichen mit rostfarbenen Schuppen bedeckten Aeste sind niederliegendund etwas getrennt, mit der blättrigen blumentragenden Spitze ausdem Moose hervorragend. Die wenigen immergrünen an den Enden derZweige befindlichen kurzgestielten Blätter sind abwechselnd und zerstreut,eiförmig - länglich, etwas spitz, gegen den Grund zu verdünnt, oben dun-kelgrün, netzförmig, sehr scharf anzufühlen, unten blässer oder etwas rost-farbig, mehr geglättet und ganzrandig, am Rande eingerollt, steif undlederartig. Die Blumen stehen in Doldentrauben an der Spitze derZweige, bestehen aus 6 — in Blumen, die auf langen Blumenstielen ste-hen , deren jeder aus der Arille einer der braunen, schwach filzigen, zie-geldachartig gestellten Schuppen hervortritt, die erst nach der Blütheabfallen. Kelch klein, undeutlich sünfzähnig; Krone radförmig - glockig,ranunkelgelb, mit kurzer Röhre und funftheiligem Saume; die 5 obernLappen des Saumes größer streifig gefleckt, die beiden untern ungefleckk.Frucht: eine eiförmig-längliche, fünfeckige, halbfünfklappige, fünffächri-ge Kapsel, mit säulenständigen Mutterkuchen; die Scheidewände derFächer sind durch die einwärts gebenden Ränder der Klappen gebildet.
Die Sckneervsenblätter sind erst in neueren Zeiten vfficinell geworden,seitdem Gmeiin und Pallas auf ihren Reisen-durch Sibirien denGebrauch derselben gegen Gliederschmerzen kennen lernten. Man erhaltsie aus Rußland sammt spannenlangen, federkieldicken, getrockneten Zwei-gen und rothbraun wolligen Blüthenknvspen. Sie besitzen einen schwachen,einigermaßen der Rhabarber ähnlichen Geruch, und schmecken bitter,herbe, zusammenziehend, und die jungen Zweige zugleich etwas scharf.
Bisweilen erhält man statt derselben die Blätter vonkbollo-lenäronmsxlmum und kill. kerrugineum (Düsseld. S. VlII. 18. u. Hapne X. 25.),Ersteres ist in Sibirien, aber auch in Nordamerika zu Hause, wo es mitgleichem Erfolge angewandt wird; es hat eirunde, stumpfe, glänzende, ge-rippte, am Rande scharfe, zurückgebogene Blätter; die trichterförmigenBlumen haben eine sehr schöne hochrothe Farbe undiverden deshalb, sowiedas folgende, bei uns in Gärten gezogen, kstoänäenäron kbri-ugineuw,auf den Gebirgen des nördlichen Frankreichs, Spaniens, der Schweiz undSibiriens, auch auf den Alpen Oestreichs einheimisch, diesen Gebirgen zurgroßen Zierde gereichend, und unter dem Namen der Alpenrose bekannt,hat 2 — 3 Fuß hohe Stengel, welche graubraun, rund, krumm, rissig undknotig von den abgefallenen Blättern sind. Diese sind kurzgestielt, lancctt-förmig, lederartig hart, oben dunkelgrün glänzend, glatt und netzförmiggeädert, am Rande etwas umgebogen. Anfangs pflegen sie auf beiden Sä-ten grün zu sepn, älter aber sind sie auf der untern Flache mit schorfarti-