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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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lilrostostensttton

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cin hat eine gelbe Farbe, glänzt wie Glimmer, hat eine schuxpenförmigeGestalt, und scheint bei langsamem Verdunsten noch mehr eine krystal-linische Gestalt, nämlich die einer vierseitigen Pyramide anzunehmen.Es ist geschmack - und geruchlos; in Aether, ätherischen und fetten Oelen,so wie in ätzenden Alkalien unlöslich; es löst sich aber in 240 Th. ko-chenden Wassers auf, und fällt beim Erkalten zum größten Theil darauswieder nieder. Alkohol wirkt in der Kälte nur wenig darauf, im Siedenlöst er es aber schnell, der absolute Alkohol die Hälfte seines Gewichtsauf. Aus der geistigen Lösung scheidet sich beim Erkalten nichts auS.

So belehrend nun auch alle diese angeführten Versuche sind, so istdoch, wie mir scheint, weder der eigentlich wirksame Bestandtheil nochüberhaupt die chemische Constitution der Rhabarber festgestellt worden,deren harzige und ertractive Bestandtheile vielleicht in einem ähnlichenVerhältnisse sich befinden, wie es bei der Aloe zn seyn scheint. Wahr-scheinlich ist auch das purgirende Princip verschieden von dem mehr to-nischen und gelind zusammenziehenden, vielleicht daß auch die flüchtigenTheils zu den wirksamen gehören.

Die wirksamste Form der Rhabarber, welche magenstärkend, leichtabführend und wurmtreibend wirkt, ist wohl das Pulver. Dieses isthellgelb, wird an der Luft dunkler, und muß nicht auf lange Zeit vor-rathig gehalten werden, weil es bei sorgloser Aufbewahrung Feuchtigkeitaus der Luft anzieht, an den riechenden Theilen und überhaupt anWirksamkeit verliert. Aber auch im Aufgusse wird die Rhabarber sehrzweckmäßig gegeben, da sie viele im Wasser auflösliche Theile enthält;Überbein geht sie in viele pharmaceutische Zubereitungen ein.

Die Blätter. Sibiri-sche Schneerosenblütter.

sttrostvitgristi-oii clrr^snnttium ?sll«8. Ein im östlichen Si-birien einheimischer Strauch.

Die länglichen, spitzigen, am Rande niedergebogenen Blätter,die jüngeren unterhalb rostfarbig, die ausgewachsenen unterhalbgrün, von bitterm und zusammenziehendem Geschmacke.

kllioäoäonikron Sibirische Schneerose.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. VHI. Taf. 17.

Hayne Arzn. Gew. Bd. X. Taf. 27.

8^rk. rexusl. LI. X. Orcl. 1. DacLn-kris lVIonog^nis.

Orck. na!nrsl. blriceae. ki. Lr. (lftbockollencli'» suss, gen.)Dieser kleine, von unten auf sehr ästige, weitschweifig ausgebreiteteStrauch wächst auf den waldlosen, höchsten und kältesten Gebirgen Tan-riens und des östlichen Sibiriens, in Kamtschatka und auf der Behrings-insel. In den höheren Gegenden erreicht er kaum die Höhe eines Fußes,