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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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RHies rubrum l.inn. Johannisbeeren.

Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. llk. Taf. 25 .

8^5t. sexual. 61. V. Orst. 1. ?enl-,n-lr,a ^onox^nia.vr-l. »atural. 6aot> lluss. ^en. vrossularias O6. kibesiers-l.blick. ^

Der gemeine Johannisbeerstrauch, lange Zeit wild und unbekannt aufden Felsen der Alpen, ist erst seit einigen Jahrhunderten in unsern Gär-ten aufgenommen. Er wird 4-Z Fuß und drüber hoch, und erreichtin 10 Jahren seine Vollkommenheit. Die runden Zweige stehen auf-recht, sind sehr ästig, ohne Stacheln und mit brauner oder aschfarbigerNinde bedeckt. Die Blätter sind gestielt, z- oder 5 lappig und an derBasis herzförmig ausgeschnitten. Die Blüthen bilden einfache, glatte,einzeln oder zu mehreren hängende Seitentrauben. Der Kelch ist ein-blättrig, halbfüusfpaltig, die grüngelbe Blumcnkrone fünfblätlrig. DieFrucht besteht in einer kleinen runden, sehr saftigen, genabelten Beere vonschön rother Farbe; sie isteinfüchrig und enthält mehrere rundliche Saameu.

Man hat von diesem Strauche mehrere Varietäten, wovon die großeholländische rothe und die große holländische weiße Johannisbeere dievorzüglichsten sind. Er blüht im April und Mai, und die Früchtereifen im Juni und Juli.

Die Beeren haben einen sauer-süßlichen Geschmack, und werdenzur Bereitung des Johannisbeersyrups benutzt. Sie enthalten Aepftl-und Citronensäure beinahe in gleichem Verhältnisse, Zucker, vegetabili-schen Eiweißstoff und rothen Farbestoff.

Ueber den gallertartigen Stoff, welchen John für identisch mitdem Bafforin hielt, Andere im Allgemeinen unter dem Namen derWanzengallerte begriffen, hat Guibvurt (Schw. N. I. X!V.r.1825. S. 156 ) Untersuchungen angestellt, aus denen hervorgeht, daßer eine Substanz eigenthümlicher Art sey. Wenn man den frisch ausge-preßten Johannisbeersaft untersucht, so bemerkt man darin eine unendlicheMenge opaker saftiger Theilchen, welche aus Ueberresten des Markes,der Saamendecken und der Nabelschnur bestehen, mittelst welcher dieSaameu am Fruchtboden befestigt waren. Durch diese Fasern wird derSaft eben nicht sehr consistent, weil ihr Volumen gegen das der Fluhsigkeit nur sehr gering ist; bei der Maceration aber schwellen sie an,verwandeln sich fast gänzlich in einen sehr dicken, durchsichtigen Schleim,und die Flüssigkeit gerinnt zu einer gallertartigen Masse. Diese Erschei-nung geht der Fermentation voraus, und ist unabhängig von letzterer.Wird der Saft nun aufs Filtrum gebracht, so läuft nur wenig Flüssigkeithindurch, welche nochmals eine Gallerte bildet. Durch die Gährung wirddieser Zustand aufgehoben und Alkohol gebildet, von dem schon eine sehrgeringe Menge hinreicht, die Geleetheile zusammenzuziehen, und eine helledurchsichtige Flüssigkeit auszutreiben. Geschah beides vollkommen, so kaunman aus dem getrennten Safte einen nicht gerinnenden Syrup bilden.