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lichem Geschmacke, und getrocknet von dunkelrothcr Farbe. Bei der Ein-sammlung werden sie bisweilen verwechselt mit den Blumenblättern deszweifelhaften wilden Mohns (?apaver ckuiuum. Hayne VI. 39.), der sichvon ?. Itkneas durch die mit anliegenden (nicht rechtwinklig abstehenden)Haaren besetzten Blumenstiele, während die Haare am Stengel abstehendausgebreitet sind, und durch den länglichen, fast kugelförmigen Fruchtkno-ten mit 8 — sstrahliger Narbe unterscheidet, und mit den Blumenblätterndes Ackermohns (?. ttrgemcme. Hayne VI. 37 .), der von beiden durch denlänglichen, fast keulenförmigen, mit anliegenden steifen Haaren befehlenFruchtknoten verschieden ist. Eine Verwechselung mit den Blumen des er-steren ist wegen der großen Aehnlichkeit kaum zu vermeiden, und auch ebenvon keinem Nachtheil. Die Blumen des lehtern aber sind viel kleiner undvon schmutzig dunkelrother Farbe. Nach der Einsammlung müssen die Blu-menblätter sehr dünn ausgebreitet, schnell getrocknet, und dann an einemtrocknen Orte aufbewahrt werden, weil siedle Feuchtigkeit anziehen. Derunangenehme betäubende Geruch verliert sich größtentheils beim Trocknen.
Riffard (Buchn. Repert. XXIV. S. 45 S.) zog die Blumen mitAether aus, wodurch ein gelbes butterartiges Oel erhalten wurde. Dannwurde Alkohol angewandt, und durch I2malige Digestion aller Farbestoffausgezogen, welcher dnnkelroth, an der Luft zerfließlich, in Wasser und inSäuren auflöslich war. Kochendes Wasser zog dann Gummi aus, und ließdie Pflanzenfaser zurück, welche eingeäschert kohlens. und schwefelst Kalk,Eisen, Bittererde und Kieselerde gab. 100 Th. Klatschrosenblumen enthiel-ten: gelbes Fett 12; rothen Farbestoff 4 u; Gummi 20; Pflanzenfaser 28.
Nach der Untersuchung von Beez und Ludewig (Trommsd. N. I.XIV. 2. S. izs.) enthalten die Klatschrosen: Pflanzeneiweiß; rothen Far-bestoff: adstringirenden Stoff; Gummi; Sahmehl, Cerin und vielleichtMyricin; Weichharz; Aepfelsäure; Gallussäure; Faserstoff; Schwefel-säure; Salzsäure; Kali; Kalk; Talkerde. Die Asche enthielt: Kalk; Kali;Schwefelsäure; Salzsäure; Phosphorsäure und Spuren von Eisenoxyd »ndManganoryd. Ein Alkaloid oder Mekonsäure waren nicht darin zu finden.
Die Klatschrosenblumen werden als reizmilderndes und beruhigen-des Brustmittel im Aufgusse gebraucht, und kommen auch unter diesogenannten 8peoier pecioraler.
Nach Binder (Buchn. Repert. VIl. S. 577 .) werden in Wür-temberg die rothen Weine, Essig u. s. w. mit diesen Blumen gefärbt.
kil)68 rukrum. Die Beeren. Johannisbeeren.
8istgs rutiuum ssiinn. Ein in den Gärten Deutschlands an-gebauter Strauch.
Kugelrunde, rothe glänzende Beeren, von mehreren nistendenSaamen und einem angenehmen sauren Safte strotzend.