K. 08 marinu 8 (Oleum) Kubi« 845kosinarinus. Das Oel. Rosmarinöl.
Ein Destillat aus dem blühenden Kraute.
Ein ätherisches grünlich - weißliches, stark riechendes Oel.
Spec. Gew. — v,9vs.
Das Rosmarin«! wird vorzüglich in Spanien, in der ProvinzMurcia, aus dem blühenden Kraute im Großen bereitet. Es ist sehrdünn und leicht, so daß, wenn von demselben die Halste abdestillirt wird,das spec. Gew. bis auf — 0,8886 sinkt; es ist fast farblos, von einemnicht unangenehmen, in der Menge jedoch etwas auffallend schwerenGerüche und einem campherartigen Geschmacke. Eine Verfälschung des-selben mit Terpenthinöl ist leicht durch den Geruch, besonders in derWärme, und durch Vergleichung mit ächtem Oele zu erkennen.
Durch Verdunsten setzt dieses Oel nach Proust ^ wirklichen Cam-phers ab, wenigstens dasjenige, welches in den heißen Ländern, wie inSpanien, bereitet, und der Luft ausgesetzt wird. Auch wenn das Oelüber ätzendes Kali oder ungelöschten Kalk destillirt wird, setzt sich imRetortenhalse Campher ab. Die concentrirte Schwefelsäure verwandeltes in eine schöne braunrothe balsamartige Masse, die mit Wasser ver-mischt eine dicke Milch bildet, welche auf der Oberfläche etwas gelblichesund dickliches Oel absetzt, und beim Filtriren wafferhell abläuft. Mitrauchender Salpetersäure prasselt es stark auf, und verwandelt sich ineinen braunrothen Balsam von dem Gerüche des Oeles. Unter allenätherischen Oelen fast äußert das Rosmariuöl die stärksten auflösendenKräfte, z. B. auf Kvpal, Kautschuck rc. 10 » Th. Alkohol von o,887spec. Gew. lösen nur rz Tb. Oel auf. Nach Saussure besteht es aus:Kohlenstoff 82 ,ri; Wasserstoff g,4r ; Sauerstoff 7,73 und Stickstoff 0 ,64.
Die Wurzel. Färberrothe. Krappwurzel.
8ubia tiriotoi-um l-inn. Eine ausdauernde, im Orient ein-heimische, in Europa häufig angebaute Pflanze.
Die walzenförmige, dünne, ästige Wurzel, außen röthlichbraun,innen mit dunkel gelbrother Rinde, blässerem Holze und einerbisweilen vom Marke eintretenden hohlen Mitte, den Speichelroth färbend. Im Herbste einzusammeln.
Uubi'a tinctoriim Oinn. Färberröthe.
Abbild. Düffeld. Samml. vfflc. Pflnz. Lief. Vll. Taf. 18.rexnsl. 61. lV. Orä. 1. Utrsnäri« Monogam».
Orck. nalursl. Uubiscese. 8eol. 8ieIIsI->«,
. Diese auch im südlichen Europa einheimische Pflanze wächst vorzüglich"" mittägigen Frankreich, in der Schweiz, in Italien u. s. w., auch in