Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
842
JPEG-Download
 

8^2

kosinsrinus

krystallistrt beim Erkalten in glänzenden, weißen und durchsichtigenBlättchen von der Conststenz des Bienenwachses.

kosnisrinus. Das Kraut.' Rosmarinkraut.

kozmarinus okkcinslis Ein Strauch des mittägigen

Europas.

Sehr kurzgestielte, linienförmige, spitzige, runzlige, am Randezurückgebogene, gewürzhafte, scharfe Blätter.

kozinsrinu; oktlcinLlis Oinn. Rechter Rosmarin.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. III. Taf. 18 .

Hayne Arzn. Gew. Bd. VII. Taf. 25.

5«xusl. Ll. Ik. Orck. i. Dianclria lVIonogg-nis.

Or<l. nslursl. Oshistss.

Der Rosmarinstrauch wächst wild in den südlichen Gegenden Euro-pas, als in Spanien, Italien, Istrien, im südlichen Frankreich, inder Schweiz, und im Orient. In unsern Gegenden hält er währenddes Winters nicht aus, und muß in Gewächshäusern unterhalten werden.

Der holzige, aufrechte, sehr ästige Stengel erreicht eine Höhe von zbis 4 Fuß und drüber. Die immergrünen Blätter sind gegenüberstehend,stiellos, etwas hart, dick, glatt, schmal, gleich breit, lancettförmig,stumpf, am Rande etwas umgeschlagen, oben von dunkelgrüner Farbeund in der Mitte gefurcht; auf der untern Seite aber in der Mittegerippt und weißlich-filzig. Die blaß violettbläulichen Blumen stehenzur Seite in den Blattwinkeln dicht bei einander und traubenförmig.Der einblättrige Kelch ist zweilippig; die Blumenkrone einblättrig, rachen-förmig mit zweiteiliger Ober- und zurückgebogener dreispaltiger Unterlippe.

Die Blütezeit ist Juni und Juli.

Die Blätter haben einen starken, balsamischen, erquickenden Geruchund einen feurigen bitterlichen, campherartigen Geschmack. Bei denauch noch hin und wieder gebräuchlichen Blumen ist der Geruch undGeschmack ebenfalls campherarlig, stark durchdringend und gewürzhaft;der Kelch, als der vorzüglich wirksame Theil, ist mit einzusammeln.Die Blätter und die Blumenkelche vorzüglich enthalten ein ätherischesOel; ein Pfund Blätter giebt oft mehr als ein Quentchen Oel. Derwäßrige Aufguß der Blätter ist dunkelbraun, aber wenig aromatisch undnur bitterlich von Geschmacke. Die geistige Tinctur ist gelbgrün, vondem eigenthümlichen Rosmaringernche und einem balsamigen und ziem-lich bittern Geschmack.

Der Rosmarin wird meistenteils nur äußerlich als ein zertheilendes,belebendes, reizendes Mittel zu Umschlägen mit andern aromatischen Kräu-tern zusammen gebraucht, geht als solches in die 8pecle- Aromalicsr ein,und dient auch zur Bereitung des Sx-ritu, und vuguentum u°sw->rm, rc.