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wen Färberröthe nämlich, die in einem Platintiegel eingeäschert wor-den waren.
Nach Robiquet u. Colin (Buchn. Repert. XXiV. S. 455.) wirdi Th. gemahlener Krapp mit z - 4 Th. kalten Wassers angerührt; »ach6 —10 Minuten wird die Flüssigkeit abgepreßt und sogleich filtrirt. Nacheiner Weile gelatinirt sie. Die Masse wird dann auf ein Filtrum gelegt,um die Flüssigkeit von dem Gelatinirten ablaufen zu lassen. Noch ehe letz-teres ganz trocken geworden ist, wird es mit absolutem Alkohol behandelt,so lange sich dieser noch roth färbt. Der Alkohol wird bis auf j abdestillirt.Die zurückbleibende trübe Flüssigkeit wird mit etwas Schwefelsäure versetzt,bis sie klar wird, worauf man den Farbestoff mit Wasser ausfällt, und solange auswäscbt, als noch das durchlaufende gelbliche Wasser mit einemVarptsalze auf Schwefelsäure reagirt, worauf man ihn trocknet; er hatdann das Ansehn von spanischem Schnupftabak. Einer anhaltend gelinderhöhten Temperatur ausgesetzt, sublimirt er sich, indem er ein gelblichesGas bildet, das wie erhitztes Fett riecht, und sich in kleinen rothen, demnatürlichen chromsauren Bleioxyd ähnlichen Krystallen condensirt. DieseKrystalle haben weder Geruch noch Geschmack, sublimiren sich leicht, sindin kaltem Wasser unauflöslich, färben aber kochend heißes rosenroth. Alko-hol löst sie mit rother, und Aether mit rothgelber Farbe auf. Auch Leinölnimmt etwas davon auf. Alkalien losen sie sehr leicht; diese Auflösungensind bei hinlänglicher Concentration violett oder auch blau, und nehmen beider Verdünnung mir Wasser eine aus dem Violetten ins Rothe gehen-de Farbe an. Setzt man zu der wäßrigen Lösung etwas Alaunauslö-sung, und fügt dann einige Tropfen Kalilösung hinzu, so schlägt sichein schöner rosenfarbener Lack nieder. Robiquet undCvlin nennendiese (schwefelsäurehaltige?) Substanz Alizarin.
Kuhlmann (Dingler's I. a. a. O.) bestätigt die Angabe von Sl o bi-tt u e t und Colin über das Alizarin, und ist geneigt zu glauben, daß dievon ihm früher angegebene Krystallisation des Krapproths von eingeweng-tem zweifach kohlensaurem Kali hergerührt habe. Aur Gewinnung des Ali-zarins wird folgende Methode als sicherer angegeben: Die Krappwurzelwird mit vielem Wasser ausgezogen, wodurch nur sehr wenig Alizarin auf-gelöst wird, so daß es nicht in Betracht kommt. Darauf wird der Krappgewaschen, getrocknet und mit Alkohol digerirt, so lange als dieser noch et-was auslöst. Die Auflösung wird destillirt, um den größten Theil des Al-kohols wieder zu bekommen, nnd der Rückstand darauf mit Wasser undSchwefelsäure vermischt. Das Alizarin wird abgeschieden, und auf demFiltrum so lange mit Wasser ausgewaschen, als das ablaufende noch MeSäure enthält. Nach dem Trocknen ist der Niederschlag in Aether lösuch,woraus das Alizarin in krystallinischen gelben Flittern anschießt. DurchSublimation, wobei es etwas zersetzt wird, erhält man es in glänzendenNadeln. Um den gelben Farbestoff des Krapps isolirt darzustellen, nurdas alkoholische Ertract der Wurzel mit Wasser behandelt, welches dense -