üabaäilla
85z
Hiernach bestehen so» Th. Sabadillsaamen aus: ftttein Oele 121,000«;talgartigem fetten Stoffe 2,1250; Sabadillin 2,8801; Myricin o,5«v«;Hartbar; 42,1250; scharfem Harze 7,2768; Ertractivstoffe mit Psianzen-saure verbunden 29,8451; gummigem Ertractivstoffe 24,6r5o; süßemErtractivstoffe 5,2500; Ertractivstoffe durch Aetzkalilauge ausgezogen120,6900; Phvteumacolla mit saurem pffanzens. und salzs. Kali 5,5825;klees. Bittererde mit Traganthstvff 5,512s; Pflanzenfaser 102,8100;Feuchtigkeit 50,000. Die Asche enthielt: kohlens. und Phosphors. Kalk,Thonerde, Eisenoryd und Kupferoryd.
Auch von den französischen Chemikern Pelletier und Caventou(Trommsd. N. J.V. 2. S. 95.; Schw. I. XXXI. S. 175.) ist dieserSaame zerlegt, und von ihnen dabei derselbe Weg eingeschlagen worden.Durch die Digestion mit Aether erhielten sie eine gelbe, fette und schmierigeMaterie, die das Lackmus stark röthete, und einen starken und besondernGeruch hatte. Sie wurde daher mit Kali verseift, die Seife durch Wein-steinsäure zersetzt, und der Destillation unterworfen, wodurch eine wäßrige,sauer und stark riechende Flüssigkeit erhalten wurde. Sie wurde mitBarvtwaffsr versetzt, und dann die neue Säure durch Phosporsäure MSublimation mit wenigem Wasser abgeschieden. Sie hat dann die Gestaltschön weißer Nadeln, ist in Wasser auflöslich, daher man sie oft nur inliquider Form erhalt, schmilzt bei einer Temperatur von. 20°, sublimirtin einer wenig Hähern Temperatur, ist auflöslich in Alkohol und Aether,und bat einen Geruch, der viel Aehnlichkeit mit der Buttersäure hat.Mit den Basen bildet sie Salze, die etwas Geruch haben; ihre Verbindungmit Ammoniak schlägt die Eisenvrydsalze weiß nieder. Die Vers. nennendiese Säure Sabadillsäure (leiste oeVsäi^us). Die durch Aether ausgezoge-ne fette Materie bestand demnach aus Stearins, Elame und einer riechendenSäure; die fernere Zerlegung wies noch gelben Farbestoff und Sabadillin nach.
Hierauf wurde mit Alkohol digerirt, der auch hier beim Erkalte»Wachs fallen ließ. Das geistige Ertract wurde mit Wasser ausgezogen»wobei noch etwas fette Substanz auf dem Filter blieb. Die wäßrigeAuflösung ließ beim Verdunsten einen orangegelben Farbestoff fallen, derdurch Alkalien sehr dunkel wurde,, durch Säuren hingegen fast gänzlichfeine Farbe verlor. Die noch sehr gefärbte Flüssigkeit wurde mit esstgs.Wleioryd gefällt. Die klar filtrirte Flüssigkeit wurde nach AbscheidlWdes überschüssig zugesetzten Bleies durch Schwefelwasserstoffgas mit Mag-nesia gekocht, diese getrocknet und mit Alkohol ausgezogen, wodurch dasDelphinin (Sabadillin, Veratrin) erhalten wurde. Aus dem gelbe»Bleiniederschiage, durch Schwefelwasserstoffgas zersetzt, wurde die eigent-liche Sabadillsäure erhalten, welche nach den Verfassern die Eigenschaf-ten der Gallussäure (?) zeigte, woher sie annahmen, daß das Alkalowin dem Säumen als galläpfelsaures Salz enthalten sey. '
Nach der Behandlung des Saamenrückstandes mit Wasser bueHolziges zurück.