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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Die Spitzen der Beste, mit gedrängten, nicht abstehendenAestchen, gegenüberstehenden oder dreifachen sehr kurzen, spitzi-gen, aufrechten, Herablaufenden Blättern, von scharfem Ge-schmacke und sehr strengem Gerüche. Im Frühlinge einzu-sammeln.

Jum'perui 8sl>ins stlnn. Sadewachholder. Sadebaum,

Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. M. Taf. 2l.rexusl. 61. XX!l. Orä. 1Z. Oivecia lVIonastelpstia.

Orst. nstursl. Oonikerae»

Der Sadebaum wächst in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich,der Schweiz, Krain, Kärntben, Salzburg, Sibirien, der Tartarei undin den Morgenlandern auf Bergen, wird aber bei uns in Gärten ge-zogen , wo er an schattigen Orten sehr gut gedeiht.

Der Stamm ist strauchartig, schief aufsteigend und sehr ästig. Zu-weilen wird dieser Strauch baumartig, und erhebt sich aus gerademStamme zu einer Hohe von 3 —- ao Fuß. Diese Aeste sind zahlreich,gegenüberstehend, aufsteigend, schlank und sehr biegsam, die Rinde derjüngern Zweige ist lichtgrün, die des Stammes und der Aeste rauh,aschgrau, etwas röthlich, sowie auch das Holz. Die sehr kleinen, lan-cettförmigen, oval Mgesvitzten Blättchen sind glatt und dunkelgrün. DieBlüthen sind zweibäusig. Die männlichen Blüthen bilden gelbliche,kurze, stiellose Kätzchen, von demselben Baue und der nämlichen Einrich-tung, wie die des gemeinen Wachholders. Dasselbe gilt von den weibli-chen Blüthen, welche sich an den Seiten der jüngsten Zweige befinden undhakenförmig zurückgebogen sind. Die Früchte sind rundliche, bläulichschwar-ze, durch verwachsene fleischige Schuppen beerenartige Zapfen (Zapfenbeere,6»H>uIu5), kleiner als beim gewöhnlichen Wachholder, dreisaamig.

Der Sadebaum blüht im April und seine Früchte reifen im Herbstedes zweiten Jahres.

Man sammelt im April die Spitzen der Aeste mit den Blättern.Sie haben einen äußerst starken, widrigen, etwas betäubenden, eigen-thümlichen Geruch, und einen harzigbittern, scharfen Geschmack.

Durch Destillation mit Wasser wird ein ätherisches Oel gewonnen;ein Pfund frisches Kraut giebt anderthalb Quentchen Oel. Der wäßrigeAufguß ist gelbbräunlich, wird durch schwefelst Eisen dunkel vlivengrün,hat den Geruch der Blätter und einen bitterlichen Geschmack. Diegeistige Tinctur hat eine dunkelgrüne Farbe, und .einen bitterlich schar-fen harzigen Geschmack.

Die Sabina regt mächtig die Blutgefäße auf, so daß das Blut sich<inen Ausgang zu verschaffen sucht. Es bedarf daher beim innerlichenGebrauche sowohl in Pulverform als im Aufgusse großer Vorsicht. Auch