Laoelisruin
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als Brennmaterial verwandt. Den Saft (Verou) läßt man etwas sichabklären, dann wird er mit etwas Kalkmilch vermischt und bis -j- 60 "C. erhitzt. Hiebei verbinden sich die in dem Zuckersäfte enthaltenen, die»einige Währung sehr bald einleitenden Bestandtheile — Pflanzenleimoder Pflanzeneiweiß — mit dem Kalke, bilden eine zusammenhängendeMasse, und erheben sich auf die Oberfläche der Flüssigkeit. DieserSchaum wird mit einem breiten Schaumlöffel weggenommen, die Flüs-sigkeit in einen zweiten Kessel geleitet, und hier mit Kalkwasser gekocht,wobei sie sich noch weiter klart. Dann läßt man sie in einen drittenKessel laufen, setzt wieder frisches Kalkwasser zu, wenn es noch nöthigscheint. Wenn der Saft vollkommen helle und bis zur Consistenz desgewöhnlichen Syrups eingekocht ist, so bringt man ihn in den letztenKessel, wo er bis zum Krystallisationsxunkt eingekocht wird. Er wirddann in hölzerne Fässer vertheilt, welche auf dem Boden einige mit denStielen der Palmblatter verstopfte Löcher haben, welche man nach gesche-hener Krystallisation öffnet, um den flüssigen Zucker (Melasse) abtropfenzu lassen. Der krystallisirte Theil wird unter dem Namen roher Zuckeroder Moscovade (lVIorcowstum) nach Europa gebracht. Hier wird ausdiesem in den Raffinerien der weiße Zucker gewonnen, und zwar dadurch,daß man den rohen Zucker mit klarem Kalkwasser zusammenbringt, unddas Ganze gelind erhitzt. Der sich bildende Schaum wird abgeschöpft.Und die Flüssigkeit mit verdünntem Rindsblnte vermengt, hierauf biszum Kochen erhitzt, abgeschäumt, und mit dem Zusetzen von Rindsblutund dem Abschäumen fortgefahren, bis dieselbe vollkommen klar gewor-den ist. Der geklärte Saft, der jetzt sehr häufig noch mit thierischer Kohlegesotten worden, wird in einen andern Kessel geleitet, und endlich zurKrystallisation eingekocht, d. h. bis er körnig zu werden scheint. Dannwird er in irdene Gefäße, die eine kegelförmige Figur haben, und derenmit eine^Oeffnung versehene Spitze nach unten gekehrt ist, gegossen, woer binnen 24 Stunden gerinnt. Dann wird der Pfropf aus der damitverschlossenen Oeffnung herausgezogen, um den Syrup anslaufen zulas-sen, und der nach oben gerichtete breitere Theil der Form wird mit einerangefeuchteten magern Thon- oder der sogenannten Zuckererde bedeckt.Dieser Thon entläßt allmälig sein Wasser, welches die ganze Zuckermassegleichmäßig durchdringt, und den noch darin enthaltenen Syrup auflöst,welches Verfahren zu verschiedenen Malen wiederholt wird. Wird dieAuflösung des gereinigten Zuckers einer regelmäßigen Krystallisation (ingroßen, mit Fäden durchzogenen Kasten) überlassen, so schießt er in großen,klaren, geschoben vierseitigen Prismen mit zweiflächigec Zuspitzung an, dienach dem Grade ihrer Reinheit mehr oder weniger weiß oder gelblich, oderl'raun, und mehr oder weniger durchsichtig sind, und den weißen oder brau-nen Zuckerkand, Candiszucker (8ncoiisrum esnckum r. csntum) geben.
Der Hutzucker, welcher aus einer mehr concentrirten Auflösung durchunregelmäßige Krystallisation gewonnen wird, besteht aus lauter zusammen-