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Zuckers herbeigeführt werden können. Nach Versuchen von Ramsay(U r e's Handwörterbuch. Weimarische Ausgabe. S. iov6.; auch Schweigg.N. I. V. S. 457.) vermag in Wasser aufgelöster Zucker sein halbes GewichtKalk aufzulösen. Die Auflösung hat eine weiße Weiufarbe und den Geruchnach frisch gelöschtem Kalke; sie wird durch alle Säuren und deren Salze,auch durch die Kohlensaure zersetzt. Gleiche Gewichte von Zucker und Stron-tian lösen sich in siedendem Wasser auf; während des Erkaltens schießenKrystalle an, die an der Luft Kohlensäure anziehen und verwittern. DieAuflösung der Talkerde in Sprup hat eine reine weiße Farbe, zeigt imGerüche und Geschmacke nichts Abweichendes von reinem Zucker, nur scheintdie Süßigkeit noch gewonnen zu haben, und für den Gaumen lieblicher undangenehmer geworden zu seyn. Von der Thonerde im frisch gefällten Zu-stande wird durch eine Zuckerauflösung nur sehr wenig aufgelöst. Mit demBleioryd giebt der Zucker zwei Verbindungen, von denen eine auflöslich,die andere unauflöslich ist. Die erstere erhält man durch Digestion desBleiorydes mit einer Znckerauflösung als eine gelbliche, alkalisch reagirendeFlüssigkeit, die nach dem Abdampfen eine nicht krystallisirende, zähe, ander Luft wieder feucht werdende Masse giebt; die andere scheidet aus derdurchKochen der Zuckerauflösung mit Bleioryd imUeberschuß bereiteten undkochend heiß filtrirten Auflösung, in einem verschlossenen Gefäße nach 24Stunden, in Form weißer voluminöser Flocken aus. Diese Verbindung,im luftleeren Raume getrocknet, brennt wie Zunder, wenn sie an einemPunkte angezündet wird, und hinterläßt Bleikugeln. Sie ist in Wasserunauflöslich, wird aber von Säuren, und selbst auch von neutralem essig-saurem Bleioryd aufgelöst, welches mit dem Bleioryd das basische Salz bil-det, und den Zucker in Freiheit setzt. Sie besteht aus 57,65 Bleioryd und42,zz Zucker, oder aus 2 At. Bleioryd und i At. Zucker.
Durch die Säuren wird der Zucker verändert. Cvncentrirte Schwefel-säure färbt sich damit schwarz, und setzt beim Verdünnen eine kohlige Ma-terie ab. Mit verdünnter Schwefelsäure gekocht, verwandelt er sich in die-selbe Art Zucker, welche sich durch Einwirkung der Schwefelsäure auf Stärkeerzeugt. Werden 4 Th. Zucker in 24 Th. Salpetersäure von 1,120 spec.Gew. aufgelöst, und die Lösung in einer Retorte erhitzt, so werden die Be-standtheile des Zuckers auf Kosten der Salpetersäure orydirt, und dadurch2 Säuren, nämlich Aepfelsäure und Oralsäure, gebildet. Von concentrirterChlorwafferstoffsäure wird der Zucker wie von Schwefelsäure verändert. Auchdie Pflanzensäuren verändern den Zucker, machen ihn namentlich in Wein-geist auflöslicher, und rauben ihm die Eigenschaft zu krystallisiren. G u i-dvurt (Laschend. 1823. S. 64.) fand diese Veränderung besonders auf-fallend im Weinsteinsauren Syrup. Der Zucker, der sich in diesen Syrupenerhärtet, ist weiß, von einem süßen, schwachen und mehligen Geschmacke;im Wasser zur Syrupsdicke gekocht und an die freie Luft gestellt, bildet erbald weiße Punkte, die allmälig zunehmen und sich in körnige Rinden vol-ler Höhlen verwandeln, die weit über die Flüssigkeit sich erhebe», welche