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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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888
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883 Laponari»

wechselt werden mit der ziemlich ähnlichen, aber durch denMangel der gegenüberstehenden Höcker zu unterscheidenden Wur-zel von löupkorl-i» 6^psri!5>»s, Von der Wurzel der I^oluri!-lioiLL weicht sie durch die ganze Gestalt weit ab.

Lspansri» ofsteinalir l^inn. Gemeines Seifenkraut.

Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. !V. Taf. S.

Hayne Arzn. Gew. Bd. ll. Taf. 2.

5^-st. s«xusl. Ll. X» Orä. 2, Oeosriclria Qtg^nis,

Orü. nstursl. Lsr^oph^ilLÄs.

Diese Pflanze wächst in den meisten Gegenden Deutschlands häufig.

, Die kriechende, mehrere Fuß lange, runzlige Wurzel treibt mehrereaufrechte, ästige, ungefähr 2 Fuß-hohe, feste, walzenrunde, knotigeStengel. Die gegenüberstehenden Blätter sind glatt, eirund-lancellför-mtg, etwas fritzig, ganz ungeteilt, fast aufsitzend, am Grunde schmä-ler und zusammengewachsen, mit 5 Längsnerven bezeichnet, von denendie Z mittleren am deutlichsten sind, und von grüner Farbe. Die wei-ßen oder blaßröthlichen, kurzgestielten Blumen stehen in kleinen Büschelnin den Winkeln der obern Blätter sowohl des Stengels als der Zweige,und besitzen einen angenehmen Geruch. Der Kelch ist einblättrig, röhrig;die Blumenkrone ziemlich groß und besteht aus 5 stumpfen ausgeschnit-tenen Kronenblättern mit Nageln , die zum Theil im Kelche stecken,und ausgedreh ten Platten, die am Grunde mir 2 spitzen Zähnchen be-setzt sind. Frucht: eine längliche einfächrige Kapsel, die sich an derSpitze durch 4 Zahne öffnet. Die Pflanze blüht im Juni bis August.

Die Wurzel wird im Frühjahre ausgegrasten, ist ohne merklichen-Geruch, und besitzt einen anfangs süßlichen, schleimigen, dann aber bit-terlich herben und etwas scharfen, kratzenden, lange anhaltenden Ge-schmack. Die Abkochung zeichnet sich durch ihr Schäumen nach Art einesSeifenwassers aus; und kann auch wie dieses zum Auswaschen vonFettflecken benutzt werden. Sie hat eine hellbräunliche Farbe und ganzden eigenthümlichen Geschmack der Wurzel, die bis zur Wasserklarheitverdünnten Auflösungen der orydirten Eisensalze, namentlich des stlzs-und des salpeters. Eisens, werden dadurch gelb gefärbt, und es entstehtein ziemlich reichlicher, anfangs weißer Niederschlag, der aber bald, stwie die darüber stehende Flüssigkeit, eine schmutzigrvthe Farbe annimmt;mit essigs. Bleivrpd erfolgt,,ein. weißer Niederschlag, der in Salpeter-laure auflöstich ist; das Gallapftldecoct wird nicht dadurch gefällt. DasDecoct hinterläßt nach dem Abrauchen eine sehr ansehnliche Menge Er-tratt, s Unzen Wurzeln geben 6 Quentchen Crtract. Weingeist Msteine gelbrothe ins Bräunliche fallende Tinctur aus.

Bncholz (Taschenb. 18II. S. 53.) zog die Wurzel mit Weingeistaus, dampfte ab, und erhielt dadurch eine durchsichtige hell koiophonium-braune Substanz, die er in Wasser auflöste, wobei sich ein schmieriges Harz