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absetzte. Die Auflösung schäumte beim Schütteln sehr stark, schmecktesüßlich, etwas zusammenziehend beißend, und im Halse anhaltend kra-tzend, wie die Senegawurzel. Den Wurzelrückstand kochte er mit Wasseraus, und erhielt eine blaßgelblich-bräunliche, auf dem Bruche muschlige,schwach süßlich-schleimig schmeckende Substanz, die sich wie Pflanzen»schleim verhielt.' ivno Th> einer gehörig lufttrocknen Seifenwurzel ent-halten demzufolge: Wasser 150; kratzenden'ErMaktivstvffsSaponin) Z4o;schmieriges Harz (Wcichharz) 2,5; Gummi mit'wenig bassorinartigemStoffe zzo; verhärteten Ertractivstoff 2,5; Faserstoff222,5. 5.-1027,5.Der Ueberschnß von 27,5 rührt von der den dargestellten Stoffen nochanhängenden Feuchtigkeit her. Auf den bafforinarcigen Stoff schloß B.nur aus dem Ansehen des wäßrigen Decocts und dessen Rückstandes,welcher in seinen Theilchen ziemlich zusammenhing und gleichsam wiedurch Traganthschleim zusammengeklebt aussah.
John hält den bassorinartigen Stoff für Anilin.
Oüborne (Berl. Jahrb. XXVIII. S. 147.; Brandes's ArchivXX. 1. S. 58.) will in der Saponaria einen dem Pikrotorin ähnlichenStoff entdeckt haben. Er wurde aus der Abkochung der Wurzel erhalten;auf welche Weise, ist aber nicht angegeben. Er ist weiß, außerordentlichbitter, weder alkalisch noch sauer, krystallisirt in strahligen und sederartigenPrismen; bei langsamer Anwendung der Wärme schmilzt er, bei verstärkterbläht er sich auf und wird schwarz. Er ist in Aether und Alkohol, aberauch in kaltem Wasser laicht ganz das Doppelte) löslich, in Terpmthinölunlöslich. Nach dem Blühen lieferte die Pflanze diesen (problematischen)Stoff nicht mehr, daher die weitere Untersuchung ausgesetzt werden mußte.
TrvmmsdorfftTaschcnb. 1828. S. Zt.) hat einen andern bisherunbekannten Bestandtheil der Saponaria beschrieben. Das helle Decoct vonfrischem Kraut und Wurzeln sehte, nachdem es bis auf z abgeraucht wor-den war, einen schmutzig weißen Schlamm ab, welcher von 70 Pfund Ma-terial gesammelt und getrocknet 12 Drachmen wog. Dieser Stoff ist eineeigenthümliche Art Satzmehl, vom Vers. Seifenkrautsatzmehl genannt. Das-selbe stellt im reinen Zustande eine weißgelbe, lockere, nicht krystallinischeMasse dar, die an der Zunge klebt, sich leicht zerreiben läßt, geschmack e undgeruchlos ist, sich in kaltem Wasser nicht auflöst, und von heißem Wasser7l>o TH. erfordert. Die wäßrige Auflösung besitzt eine citronengelbe Farbe,trübt sich bei dem Verdunsten, und setzt den Stoff wieder ab. Sie wirddurch Säuren entfärbt, durch Alkalien grünlichgelb, ohne getrübt zu wer-den ; Hausenblasenanflösung und Gallapfeltinctur bringen darin keine Ver-änderung hervor; sie wirkt weder auf erdige noch metallische Salze, mitAusnahme der Eisensalzauflösungen , welche dadurch dunkel braunrothgefärbt werden. Jodtinktur wird dadurch blau gefärbt. Die Substanz rea-girt weder sauer noch alkalisch. Sie ist weder in Alkohol noch in ätherischenSelen, noch in Aether auflöslich. Sie schmilzt leicht im Feuer, wird aberdadurch schnell zerstört- Durch Kochen löst sie sich in den alkalischen Flüs-