Leilla
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lies nur langsam durchs Filterpapier. Er ist ausnehmend bitter, durchAlkohol wird er gefällt; der Niederschlag löst sich aber in wenigem kaltenWasser wieder auf. Die thierische Gallerte erzeugt einen häufigen, nichtin kaltem wohl aber in kochendem Wasser auflöslichen Niederschlag; schwe-felst Eisen bewirkt einen grünschwarzen Niederschlag; eisigst Blei eine sehrreichliche Fällung in gelben Flocken; klees. Ammoniak einen mehr körnigenNiederschlag. Diese vorläufigen Versuche deuteten auf Gerbestoff, Ertrac-tivstoff und ein Kalksalz.
Bei der Destillation des frischen Saftes wurde kein scharfes Destillaterhalten, auch war das zurückgebliebene Ertract ohne Schärfe. (NachAthanasius röthete das Destillat kaum das Lackmuspaxier, war vonkaum merklichem Gerüche und Geschmacke, bewirkt jedoch im Schlundeeinen Reiz.) Vogel trank 6 Unzen des destillirten Wassers ohne diegeringste nachtheilige Wirkung (nach Gren und Athanasius starbein Kaninchen von 2 Unzen desselben binnen 6 Stunden).
Der Meerzwiebelsaft wird unter dem Aufwallen röthlich, und setzt beimErkalten citronensauren Kalk ab. Die bis zur Honigdicke abgerauchte bit-tere Masse wurde durch kochenden Alkohol von allem Ertractivstoffe erschöpft.Der Rückstand war weiß, nach dem Austrocknen spröde, und überhaupt ei»Gummi. Die geistige Lösung gab ein Ertract, das eine innige Vereinigungvon Gerbestoff mit einer eigenthümlichen sehr bittern Substanz war. Umsie von einander zu trennen, wurde die Auflösung mit essigs. Blei gefällt.Die wafferhelle aber sehr bittere Flüssigkeit gab nach dem Abrauchen eineweiße durchsichtige Substanz von harzigem Bruche, die sich zu Pulver reibenließ, aber bald Feuchtigkeit anzog. Absoluter Alkohol, Wasser und Essiglösen diese Substanz auf. Die Auflösung ist ungemein bitter, von einemsüßen Nachgeschmäcke. In einem Tiegel erhitzt, verbreitet sie den Geruchnach verbranntem Zpcker. Mit Hefen versetzt geht sie in die geistige Wäh-rung über; Vogel schließt hiernach auf einen Antheil Zucker- Die Jerfließ-lichkeit möchte von einigen Salzen abhängen. Vogel giebt ihr, als einereigenthümlichen (wohl noch zusammengesetzten) Materie, den Namen Scil-litin; in ihr liegen die Heilkräfte der Meerzwiebel. Was mit dem Bleiniedergefallen war, verhielt sich nach dem Abscheiden durch Schwefelwasser-stoffgas wie eisengrünender Gerbestoff.
In 100 Lh. der getrockneten Meerzwiebel läßt sich das ungefähre Ver-hältniß der Bestandtheile so bestimmen: Pflanzenschleim l>; eigenthümlicherbitterer Crtractivstvff zs; Gerbestoff 24; citronsns. Kalk, Zucker und Fa-serstoff 30. 8 . 95. Athanasius hatte auch Satzmehl erhalten,
welches mit heißem Wasser Kleister gab. Den scharfen ätzenden StoffkonnteVogel nicht darstellen. Dieser ist aber auch selbst noch in der getrocknetenZwiebel zum Theil vorhanden, denn das Pulver als Breiumschlag auf-gelegt wirkt rothmacheud.
Die verkohlten Meerzwiebeln lassen sich leicht einäschern. Die AschefandVauquelin grvßtentheils aus kohlens. Kalke bestehend.