kcills
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Wächst an den sandigen Küsten des mittelländischen Meeres, an denUfern von Sicilien, Frankreich, Spanien, Portugal, Syrien und im nörd-lichen Afrika.
Eine eiförmig-rundliche, faustgroße (bis zur Größe eines Kinderkopfs),aus dicken, fleischig -saftigen, weißen oder grünlichen Häuten oder Schuppenl bestehende, außerhalb von trocknen röthlichen oder weißen gestrichelten Schup-penhäuten umgebene Zwiebel entläßt am Grunde etwas dickliche Fasern.Vor den Blättern erhebt sich der 2 — z Fuß hohe, nackte, runde Blüthen-schast, der an der Spitze eine lange, aufrechte, volle Traube, mit über LZoll lang gestielten, von einem weißlichen, häutigen, sehr spitzen, die Blu-menstiele an Länge nicht erreichenden Deckblatt unterstützten Blumen trägt.Die einfache 6 blättrige Blumenhülle röthlich weiß, mit ausgebreiteten Blät-tern. 8 Staubfäden am Grunde der Blumenblätter, kürzer als diese.Fruclit: eine eiförmige, 3 kantige, 3 fächrige, z klappige Kapsel, mit Schei-dewänden aus der Mitte der Klappen, viele flache, rundliche, schwarze Saa-men im innern Winkel jedes Faches angeheftet enthaltend. Nach dem Ver-blühen erscheinen die dunkelgrünen, glatten, glänzenden, länglichen,stumpflancettlichen, etwas gekielten ausgebreiteten Blätter. Die Pflanzeblüht im August und September.
Die Zwiebel ist äußerlich bei jungen Pflanzen mit mehr weißlichen, beiältern aber mit braunröthlichen aus dünnen trocknen Schuppen bestehendengestreiften Häutchen bedeckt, inwendig besteht sie aus vielen breiten, dicken,
^ an den Seiten dünnen, nervigen, weißen, fleischigen, meist ins Grün-liche spielenden Schuppen,, die im frischen Zustande sehr reichlich miteinem dickschleimigen, weißen, sehr scharfen, an den Händen Jucken,Brennen und Blasen erregenden Safte angefüllt sind. Ihr Geruch istzwar unbedeutend, jedoch dem der gewöhnlichen Zwiebel nicht ganz un-ähnlich, und reizt sowohl das Auge als auch die Nase. Ihr Geschmackist anfangs schleimig, dann aber scharf, sehr bitter und ekelhaft.
Zum Gebrauche werden eigentlich nur die mittleren Schuppen gezogen,denn sowohl die trocknen äußern, als die sehr schleimigen innersten Häutewerden als unbrauchbar verworfen. Um diese mittleren Schuppen zu trock-nen, werden dieselben in Streifen geschnitten, eingefädelt und in einer Stubeaufgehangen. Hier müssen sie lange hängen bleiben, damit man gewiß sey,daß sie gehörig trocken sind. Diese getrockneten Schuppen sind länglich, et-was durchscheinend, zerbrechlich, weißlich, inwendig glatt und mit Liniendurchzogen. Beim Kauen sind sie zähe, sehr bitter, lassen jedoch keineSchärfe mehr bemerken. Sie müssen an einem trocknen Orte aufbewahrtwerden, weil sie stark die Feuchtigkeit der Luft anziehen.
Nach den ältern Versuchen von Tromms dorffund Ath anasius(Trommsd. I. I. S. ros. und III. 1. S. iss.) stellte Vogel (Schw.2 - Vi. S. 101.) analytische Versuche über die Meerzwiebel an. Er be-stätigte die schon früher gemachte Erfahrung von der brennenerregendenEigenschaft der frischen Wurzel. Der ausgepreßte Saft war milchig, und
Dulk's preuß. Pharmak. I. 87