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z andern verwachsenen Blumenblätter) zeigt an der Spitze ; stnmpfeLappen, deren mittlerer in mehrere stumpfe Zähne kammförmig gespaltenist; die Siaubfäden mit dem Grunde des Kiels verwachsen, 7 verwach-sen, 1 frei. Die zweisächrige, plakte Kapsel ragt bei der Reife mit ihrenRändern zwischen den Fttlgeln hervor.
Die officiuelle Wurzel dieser Pflanze erhalten wir in zerbrochenen,gekrümmten, durch Längsfurchen runzligen Stücken von gelblichgrauerFarbe, und von der Dicke einer Schreibfeder, mit dünnen Fasern unter-mischt; auch kommen viele Stücke mit dem rundlichen knotigen Wurzel-stocke vor. Der Geschmack ist anfangs mehlig, bald darauf süßlich-säuer-lich, zuletzt kratzend und einen äußerst unangenehmen Reiz im Schlundeerregend, der ziemlich lange anhält; der Geruch ist eigenthümlich, unan-genehm, ranzigem Baumöle etwas ähnlich. Der Staub der Wurzel erregtNiesen. Man unterscheidet leicht an der Wurzel die mit der gelblich-braunen Oberhaut überzogene Rinde und einen inwendigen holzigen Faden.Erstere ist ziemlich dick, dicht, gleichartig, gelblich und wie mit einemverdickten Pflanzensafte durchzogen, oder sie scheint vielmehr ganz aus einemverdickten Pflanzen safte zu bestehen, da nach dem Ausziehen mit Alkoholund Wasser nur das Oberhäutchen und etwas zeitiges Gewebe zurückbleibt;bei dickeren Wurzeln, macht sie den dritten, bei zarten dünnern Wurzelnungefähr den fünften Theil des Ganzen auS und ist der kräftigere Theil.Der innere Theil der Wurzel hat eine hellere weißliche Farbe, ist faserigholzig, und zeigt nur einen geringen Geschmack, der, wenn man von der Sü-ßigkeit abstrahirt, einige Achnlichkeit mit dem der Lakrizenwurzel hat.
Die erste Kenntniß dieser Wurzel verdanken wir dem schottischenArzte Tennent, der sie 1735 bekannt machte. Er hatte oft bemerkt,daß die Wilden in Pennsvlvanien den so köstlichen Biß der Klapper-schlange aufs glücklichste heilten; sie hielten das Mittel geheim, bis eres gegen eine reichliche Belohnung mitgetheilt erhielt. -
Gehlen (Berl. Jahrb. 1804 . S. 112.) erhielt, als er 2000 GranEenegawurzel mit Wasser destillirte, ein vollkommen klares Destillat, voneinem schwachen Senegageruche, aber ohne Geschmack. Der wäßrigeAufguß ist nur schwach gefärbt, schmeckt bitterlich - säuerlich und hinten-nach eigenthümlich, anhaltend kratzend, mit einem Gefühl von Znsam-menziehung des Schlundes. Die'gesättigte Abkochung hat nach dem Fil-trirm eine bräunlichgelbe Farbe, den besondern Geruch der Senega undihren Geschmack in seiner ganzen Stärke. Lackmuspaxier zeigt darinfreie Säure an. Verdünnte salzs. gelbe Eisenauflösnng macht die Farbedes Decocts dunkler, ins Grüne fallend, nach einiger Zeit sondert sichein graulicher Niederschlag ab, wobei die überstehende Flüssigkeit nochgrünlichbraun bleibt. Essigsaures Blei bewirkte einen starken sehr volu-minösen gallertartigen Niederschlag, der in Salpetersäure wieder auflös-Uch war; die überstehende Flüssigkeit war hell strohgelb. Salzsaures Zimrbewirkt,e gleichfalls einen starken hellgelben Niederschlag.