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Transport aus Nubien, bis Spene und Darao, wenn sie in Ballen vo»ungefähr einem Centner gepackt worden, geschieht durch Karavanen mit Ka-rneolen; dann aber gehen sie weiter den Nil hinunter bis Kairo, Boulacund Alerandria, wo die Hauptniederlagen sich befinden. Auch nehmen dieSchiffe in den Seeplätzen des rothen Meeres, welche die indischen Waarenund den Kaffee von Deinen nach Cofsir und Suez führen-, um ihre Ladungvoll zu machen, zuweilen Ballen von Sennesblättern mit, was viel weni-ger kostbar ist, als der Transport durch Karavanen.
Der Aufguß der Sennesblätter hat eine gesättigt gelbbraune Farbe,die durch'Kali ins Rothbraune verändert wird, einen eigenthümlichenfaden, süßlichen Geruch und ähnlichen wenig bittern Geschmack.
Bouillon Lagrange's unvollkommene Analyse der alerandrini-schen Sennesblätter giebt folgende Bestandtheile an: ätherisches Oel;purgirenden Seifenstoff; purgirendes Harz; Schleim; schleimigen Er-tractivstoff und Pflanzenfaser.
Auch die Resultate der genaueren Untersuchung von Braconnotsind durch die folgende Arbeit ergänzt worden.
Lassaig ne und Feneul le (Trommsd. N.J. Vl.i.S. 149.; Berl.Jahrb. XXI V. 1. S. 85.) zogen die zerkleinerten alerandrinischen Sennes-blätter mit Schwefeläther aus, welcher grünes Pflanzenharz (Chlorophyll)und ein fettes Oel aufnahm. Der abgezogene Aether hatte einen schwachenBeigeruch nach Sennesblättern. Die mit Aether ausgezogenen Sennesblät-ter gaben, mit Wasser destillirt, ein milchiges Destillat, welches den denSennesblättern eigenen nauseosen Geruch besaß. Der dabei erhaltene wäß-rige Absud hatte eine gelbbrännliche Farbe, einen bittern Geschmack undröthetedaS Lackmuspapier. Er wurde so lange mit Bleizucker verseht, alsnoch ein Niederschlag erschien; der letztere von der Flüssigkeit getrennt, aus-gewaschen, mit etwas Wasser angerührt und dann durch Schwefelwasserstoff-gas zersetzt. Die vom Schwefelblei getrennte Flüssigkeit wurde eingedicktund mit Weingeistübergossen, der alles bis auf einen weißen Rückstand vonäpfels. Kalke löste. Die geistige Lösung war sehr sauer und gab beim Ab-rauchen keine Krystalle. Hierauf in Wasser gelost, schlug sie das Kalk-und Barytwaffer nieder, und erzeugte mit Salpetersäure etwas Oralsäureund eine Substanz, die durch Ansah von Kali eine schöne rothe Farbe er-hielt. Sie bestand daher aus Aepfelsäure und einem gelben Farbestoffe.
Das bei der vorigen Arbeit erhaltene Schwefelblei wurde mit Wein-geist gekocht, und aus der Tinctur nach dem Eintrocknen eine braungelbeMasse erhalten, welche sich in Wasser auflöste und aus der mit Alaun ver-setzten Auflösung durch kohlens. Natron mit gelber Ocherfarbe niedergeschla-gen wurde, die durch Behandlung mit Salpetersäure eine schöne lebhaftrothe Farbe erhielt. Dieser Farbcstoff ließ sich vermittelst Alauns leichtauf Geweben befestigen. Durch die Flüssigkeiten, welche bei der Nieder-schlagung mit Bleizucker erhalten worden waren, wurde so lange Schwefel-Wasserstoffgas hindurchgeleitet, als noch ein Niederschlag erschien, dann D-