Liinarubs
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scharf anzufühlenden Erhabenheiten besetzt, auf der inwendigen Flachemeistens glatt, zuweilen noch von einem aufsitzenden Splinte rauh, ohneGeruch und von einem rein bittern, sich allmälig erst beim Kauen ent-wickelnden Geschmacke, ohne irgend etwas Zusammenziehendes.
Verwerflich sind die Stücke, welche auf der äußern und innernOberfläche dunkelbraun und dabei fast ohne Geschmack sind, so wie dieholzigen, weniger zähen Stücke, denen die rundlichen Erhabenheiten fehlen.
Das Wasser zieht aus dieser Rinde in der mittlern Temperatur dieBitterkeit besser aus, als in der Hitze, wovon der Grund ohne Zweifelin der durch die Hitze begünstigten Orydatiou, wodurch der Erlractivstoffunauflöslicher wird, liegt. Der wäßrige Aufguß ist hell, und hat einegelbliche Farbe, welche nach Pfaff durch die orydirten Eisensalze nocherhöht wird, wobei sich ein röthlicher Niederschlag abseht. Das über dieRinde abgezogene Wasser ist völlig geruchlos. Die wäßrige Abkochung, solange sie noch heiß ist, ist durchsichtig und gelb, beim Erkalten wird sie trübeund röthlichbraun. Weingeist zieht eine bräunlichgelbe Tinctur aus.
Moriu (Taschenb. 1824 . S. 118.; Berl. Iahrb. XXIV. 2. S. 81.)behandelte die Rinde mit Aether, welcher ein gelbes-Weichharz von schar-fem und gewürzhaftem Geschmacke auszog, das seine Weichheit und seinenGeschmack vorzüglich einem kleinen Antheile von ätherischem Oele verdankte,welches durch darüber abgezogenes Wasser davon getrennt, diesem den Ge-schmack der harzigen Substanz und einen der Benzoesäure ähnlichen Geruchmittheilte, während das Harz nach dem Erkalten sich nun von brüchigerBeschaffenheit zeigte. Kalilauge, löste das Harz leicht auf, und gab damiteine prächtig röthlichgelbe Flüssigkeit. Weingeist von 8 Z Proceut zog nuraus der Rinde noch eisten Antheil jenes Harzes, bittern Erlractivstoff undSalze aus. Durch Abziehen des Weingeistes und durch Abwäschen des Rück-standes mit Weingeist konnte ersteres getrennt und von allem Bitterstoffebefreit werden. Das Wasser enthielt nur das bittere Princip mit Säureund Salz verbunden, welche der Geschmack verrieth. Durch Krystallisationwurde salzs. Kali, durch essigs. Bleioxyd die Säure abgeschieden, welchesich als Aepfelsäure mit einem kleinen Antheile Gallussäure (Eisensalze wur-den geschwärzt und die Gallerte niedergeschlagen) bewies, und auf dieseWeise das wirksame bittere Princip der Simarubarinde in seiner Reinheitdargestellt. Dieses kam in allen seinen Eigenschaften, und namentlich indem indifferenten Verhalten gegen Metallauflösungen mit dem bittern Prin-cip der Quassia überein. Es ist ertractförmig, lost sich in Weingeist undWasser auf, wird weder von schwefelst Elfen, noch salpeters. Kupfer undBlei, noch ätzendem salzs. Quecksilber niedergeschlagen; es besitzt einen sehrbestig bitter» Geschmack; die Alkalien machen die Auflösung des Stoffesdunkler, schlagen aber daraus nichts nieder. Auch zeigte sich darin eineAehnlichkeit des Verhaltens des auf obige Weise durch den Alkohol erhal-tenen Ertracts der Suuaruba mit der Quassia, daß es, wie dieses, ein am-wvniakalisches Salz, und zwar, wie es schien, essigs. Ammoniak, enthielt.