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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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926
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nur gegen 18 Procent erhalten werden, bräunlichgelb, und hat einenmilden Geschmack und schwachen Senfgeruch; an der Lust bleibt esschmierig. Spec. Gew. bei ch 12" R. o,yl 7 u. Bei—14° R. erstarrtes zu einer braun-gelblichen Masse.)

Durch Destillation mit Wasser wurde ein flüchtiges Senföl erhalten,von welchem allein die medicinischen Eigenschaften des Senfsaamens herrüh-ren. Es ist citronengelb, und besitzt einen eben so starken und eben sodurchdringenden Geruch, wie daS Ammoniak. Spec. Gew. i,oz 87 ; es über-trifft darin bis jetzt alle einheimischen ätherischen Oele. Es wird etwasvvm Wasser (eine halbe Drachme von zwei Pfunden), sehr leicht aber vonAlkohol aufgenommen, löst selbst Schwefel und Phosphor auf, und hat diemerkwürdige Eigenschaft, die Gährung des Traubenmostes zu hindern, undsie zu hemmen, wenn sie schon angefangen bat. Es enthält etwas Schwe-fel; denn sowohl die Auflösung desselben in Wasser, als der Aufguß derSaamen setzen ein weißes Pulver ab, das aus Schwefel und flüchtigemSenföl besteht. Dieses Oel besitzt die blasenziehende Eigenschaft im hohenGrade, und eine Auflösung desselben in Wasser (Senfwasser) ist zum Wa-schen als rothmachendes Mittel von schneller Einwirkung zu empfehle».Auch gegen die Krätze soll es sehr heilsam seyn.

Durch Benutzung der Senfsaamen auf fettes Oel wird ihnen anWirksamkeit nichts entzogen.

Henry d. I. und Garrot (Schw. N. I.1826. 2. S. 470 .; Ber-zelius Jahresbericht I827. S. 242.) haben Versuche angestellt, um den In-stand des in den Senfsaamen befindlichen Schwefels auszumitteln. Sie be-handelten fettes Senföl mit Alkohol und erhielten an den Wandungen desGefäßes eine röthliche, körnige, im Wasser auflösliche, sehr saure Substanzvon stechendem bitterm Geschmacke, der an den Geruch der antiscorbutisäMPflanzen, während der Destillalion, erinnerte. Sie haben gefunden, daßdiese Substanz eine neue Säure sep,der sie denNamenSchwefelsenfsauregegeben haben, weil sich unter ihren Grundbestandtheilen Schwefel befindet.Die Schwefelsenfsäure wird aus dem fetten Oele auf folgende Art erhalten.Das ausgepreßte Oel, am besten aus dem gelben Senf, welcher am meistengiebt, wird mit i j seines Volums Alkohol von o ,827 oder noch stärkeremkalt macerirt, und die Flüssigkeit nach 12 — is Tagen und nach öfters ge-schehenem Umschütteln abgegossen. Sie wird dann mit wenigem Wasservermischt, und der Alkohol zur Hälfte abdestillirt. Beim Erkalten schießenperlmutterglänzende Schuppen an, die ein eigenes Fett bilden, welches demGallenferle (Cholesterin) darin gleicht, daß es von Alkali nicht saponificirtwird. Die geklärte Flüssigkeit wird der freiwilligen Abdampfung überlasse»,während dessen eine körnige rothe Masse anschießt, die man abscheidet. Sieist die unreine Säure. Mehrere Male nach einander mit Aether behandelt,löst dieser einen fetten Stoffauf, welcher den Aether carminroth färbt, undwelcher, wenigstens theilweise, flüchtig ist. Die Aetherauflvsung wird ab-gegossen, wobei die reine Säure zurückbleibt. Sie wird in wenig Wasser