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zu bleiben, wo es sich ausbreitet, ohne zu starken Thränen gereizt zuwerden. Auf der Haut wirkt es wie ein Vesicatorium. Die Auflösungdes Oels in Wasser, so wie das destillirte Senfwasser verlieren an derLust in einigen Stunden ihren beißenden Geschmack, werden fade undseyen ein grauliches Pulver ab, welches als Schwefel mit einer kleinenMenge Ocl erkannt wurde.
Wasser und Wein zogen aus den ganzen Senfsaamen nur etwasSchleim aus. In Essig erlangte er sein doppeltes Volumen und einenbei weitem wärmern und beißendem Geschmack. Aether und Alkoholnahmen aus dem gepulverten Senfe nur etwas fettes Oel auf. DurchAuspressen wurde ein fettes Oel von grünlicher Farbe erhalten, diegoldgelb erscheint, wenn es verdünnt wird, von einem süßen und an-genehmen Geschmacke, und von einem sehr leichten Senfgeruche, der ihmdurch Alkohol entzogen werden konnte. Es ist in Aether und Alkoholaufloslich, und giebt mit ätzendem Natron eine sehr feste Seife.
Bei der trocknen Destillation giebt der Senf die gewöhnlichen Pro-ducte, gegen das Ende Sckwefeldämpfe und ein ammoniakalisches Salz.
Der schwarze Senfsaamen enthält hiernach: i) ein ätherisches,scharfes, brennendes Oel, specifisch schwerer als Wasser, in welchem dieSchärfe des Saamens liegt; 2) ein fettes süßes Oel; Z) eine vegeta-bilisch-eiweißartige Materie; 4 ) eine große Menge Schleim; 5) Schwe-fel und s) Stickstoff. Die Asche der Saamen enthält schwefelst undPhosphors. Kalk und ein wenig Kieselerde.
Glaser (Buchn. Repert. XXtl. S. los.) schließt aus seinen Versu-chen: 1) daß der scharfe Stoff des Senfes (des Rapses und vielleicht auchder übrigen Cruciferen) von äußerst flüchtiger Natur sey, sich aber erst beider Berührung mit einer wäßrigen Flüssigkeit häufig entwickele; 2) daß erzum Theil im fetten Oele der Saamen aufgelöst, und sich durch öfteresAuSwaschen mit Wasser und Behandlung mit Schwefelsäure nicht völligdavon trennen läßt, sondern erst bei dem Erhitzen entweiche; 3 ) daß dieserStoff ätherisch-öliger, nicht ammoniakalisch-salziger Natur seyu. st w.
Nach Fönten eile (Geiger's Magazin 182s. Oktober. S. 8 t.) enthältder Aufguß der Senfsaamen viel Eiweißstoff und freie Kohlensäure; er rö-chet das Lackmus und färbt den Veilchensafr grün. DerVerf. glaubt diesesPhänomen einem übersauren kohlensauren Salze zuschreiben zu müssen;wird der Aufguß erhitzt, so werden Lackmustinctiir und Veilchensast grüngefärbt. Der eingeäscherte Senfsaamen enthält keine Phosphorsauren Salze.
Durch starkes Pressen der frisch beinahe zu einem Teige zerstoßenenSenfsaamen erhielt F. ungefähr zum fünften Theile ihres Gewichtes ein sehrsüßes, beinahe geruchloses Oel, das eine stärkere Consistenz als das Olivenölund eine Bernsreinfarbe zeigte; spec. Gew. 0,9202. Es gesteht nur bei ei-ner Temperatur unter 0 °, ist in 4 Th. Aeiher und in tooo Th. höchst recti-ficirien Weingeistes aufloslich. Es wirkt als Wurmmittel beinahe eben socoustant, als das Ricinusöl. (Nach Sch übler ist dieses Oel, von dem