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kerei u. s. w. empfohlen worden. Mit Quecksilber giebt das Zinn ein Amal-gam, dessen man sich zur Belegung von Spiegeln bedient, i Th. Zink, iTb. Zinn und 2 — Z Th. Quecksilber geben das Amalgam zum Bestreichendes Reibzeuges an Elektrisimaschinen. Kupfer und Zinn bilden dieMetall-wgirungen, welche wir Bronze und Glockenmetall nennen. Ein kleiner Zu-satz von Zinn zum Kupfer giebt der Mischung eine gelbliche Farbe und mehrHärte, daher es von den Alten, ehe der Stahl bekannt war, zu Schwer-tern und andern Waffen benutzt wurde. 10 Lh. Kupfer und i Th. Zinnist die Mischung zu Metallkanonen. Mit mehr als 20 — 25 Procent wirddie Masse elastisch, klingend und spröde, und wird zu Glocken angewandt.Ein noch größerer Zusatz von Zinn giebt eine weiße, silberähnliche Metall-mischung, welche Politur annimmt und zu Metallspiegeln gebraucht wird.
Das Zinn, mit den feinsten Raspeln gefeilt (8tsnnum limstum,8ianni), wird in Latwergen als Mittel gegen die Würmerverordnet, besonders gegen den Bandwurm, wo es mechanisch durch diescharfen Spitzen wirken soll; nur das feinste Zinn kann hierzu gebrauchtwerden. Seiner geringen Aufföslichkeit in schwachen Sauren wegen istes zu Geschirren und Kochgefäßen sehr anwendbar» Seine Verbindun-gen mit Chlor sind in der Färberei sehr wichtig.
^StapliissAl-ls. DieSaamen. Stephans- oderLäu-sekörnee.
Oelplimium Sispkirsgri» l.inn .Stephanskraut. ScharferRittersporn.Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XV. Taf. 6.
8)-rk. sexusl. LI. XII k. Orll. Z. ?ol)-AnäriL Drig/ms.
Orck. nstursl. klsnunculLcess.
Die zweijährige Pflanze ist im südlichen Europa einheimisch, in Por-tugal, Spanien, in der Provence, in Griechenland und auf der InselTeneriffa; in mehreren Provinzen wird sie angebaut. Sie bat einenaufrechten, ästigen, walzenrunden, stark zottigen, purpur-grünlichen, un-gefähr 2 Faß hohen Stengel; abwechselnde, gestielte Blätter, von denendie untern kreisförmig, am Grunde herzförmig ausgeraubet, in 5, 7 oders tiefe, ei-lancettförmige, spitze, ganzrandige, oder mit einigen seitlichenEinschnitten versehene Lappen getheilt, dunkelgrün und oben fast glatt,unten aber blaß und zottig sind. Die Blüthen von schmutzig linnengrauerFarbe bilden lange einfache Trauben an der Spitze des Stengels und derAeste, und sind dem Rittersporn ähnlich. Die Frucht besteht aus drei ver-hältnißmäßig großen, bauchig erweiterten, zugespitzten und behaarten ein-fächrigen, nach innen aufspringenden Balgkapseln. Die Saamcn sind un-regelmäßig dreiseitig, braun, mit Vertiefungen und netzförmigen, erhabenenLinien; sie schließen einen gelblichen oder bräunlichen, sehr fetten Kern ein.
Diese Saamen sind die officineUen Stephans- oder Läusekörner. IhrGeruch ist schwach, aber unangenehm, ihr Geschmack unerträglich bitter,ekelhaft, hintennach brennend scharf.