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Brandes (Trommsd. N. I. lll. 2 . S.i-is.); Berl. Jahrb. xxi.S. 269.; Schw. Z. XXV. S. Z6S.) macerirte die Saamen mit kaltemWasser. Beim Verdunsten des Auszugs schied sich etwas Pflanzeneiweißaus. Das trockne Ertract wurde in wenig Wasser gelöst, und mit Wein-geist von 88 Procent versetzt, wodurch eine Substanz von gummiartigerNatur, welche höchst wahrscheinlich auch Phosphorsauren Kalk enthielt,niedergeschlagen wurde. Die in dem Alkohol aufgelöst gebliebene Substanzschien größtentheils aus Phyteumacolla zu bestehen, mit äpfels., salzs.,schwefelst und essigs. Kali, vielleicht auch mit Spuren von Ertractivstoff.
Die mit kaltem Wasser ausgezogenen Saamen wurden mit Alkoholbehandelt. Der hell weingelb gefärbte Auszug wurde beim Erkaltentrübe und hellte sich nach einigen Tagen durch einen flockigen Niederschlaganst Dieser war das Alkaloid der Stephanskörner, das Delphinin.Beim Abdampfen der geistigen Tincturen schied sich eine settwachsartigeMaterie aus; außerdem sonderte sich ein hellbräunliches Oel aus von äu-ßerst unangenehmem Geschmacke nach etwas ranzigem Nüböle, später son-derte sich ein von jenem verschiedenes olivenfarbenes, gleichfalls unangenehmwiderlich riechendes Oel aus, dem verdorbenen Rüböl täuschend'ähnlich.
Der Saamenrückstand wurde dann mit Wasser ausgekocht, das Vr-tract mit kaltem Wasser behandelt, wobei eine stärkemehlartige Materieungelöst blieb, die Auflösung eingeengt und dann mit Alkohol versetzt,wodurch Gummi mit Phosphors, und pflanzens. Kalksalzen gefällt wurde.Das im Alkohol Aufgelöste gab wie oben Phyteumacolla mit saurenäpfels., schwefelst und salzs. Kali- und Kalkfalzen, ohne allen Ertractiv-stoff, indem die Galläpfeltinctur und die Säuren die ganze gelöste Masseaus der Flüssigkeit niederschlugen.
Die rückständigen Saamen wurden nun noch mit absolutem Alkoholbehandelt, und dadurch noch etwas von dem außerordentlich bittern, schar-fen, ekelerregenden Oele erhalten; absoluter Aether zog noch etwas davon aus.
Dann wurde der Rückstand noch mit kaltem Wasser zerstoßen, unddadurch eine milchige Flüssigkeit erhalten, die etwas Delphinin, fettesOel und eine eiweißstoffartige Substanz enthielt.
Endlich wurde auch die Römers hausen'sche Presse angewandt,und zwar zuerst siedend heißer Alkohol durchgepreßt, wodurch wachsartigeFlocken und Delphinin erhalten wurden; dann siedendes destillirtes Was-ser, wodurch gleichfalls noch Delphinin und eine salzartige Masse, ausschwefelst Kali, Kalk- und Vittererdesalz bestehend, erhalten wurde.
Die Behandlung mit Aetzkalilauge gab erhärtetes Pflanzeneiweiß undPhyteumacolla mit Spuren eines Phosphors. Kalisalzes; die mit Salz-säure gab Phosphors. Kalk und Phosphors. Bittererde mit Spuren einerthierischvegetabilischen Substanz.
Eine Destillation mit Wasser gab keine Spur eines ätherischen Oels.
Als Resultate dieser Analyse ergeben sich in 5uo Th. Stephanskörnerfolgende Bestandtheile: Delphinin 40z (nach einer spätcrnAngabe,Brandes's