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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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943
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Llibivln von sie y^5

d. h. aus i At. Antimon und 2 At. Sauerstoff zusammengesetzt, oder81,-2012,904.

Die Antimonsäure wird erhalten, wenn Antimon in Königswasseraufgelöst und die Auflösung zur Trockne abgedampft wird, worauf manconcentrirte Salpetersäure zusetzt, und die Masse bei einer Temperatur,die nicht bis zum Glühen gehen darf, so lange erhitzt, bis alle Salpe-tersäure verdampft ist. Man erhält sie dann als ein blaßgelbes Pul-ver, welches, wenn es noch Salpetersäure zurückhält, dunkelgelb ist.Man erhalt diese Säure auch, wenn Antimon mit dem vierfachen Ge-wicht Salpeter verpufft, und die Masse zuerst mit Wasser und daraufmit Salpetersäure ausgelaugt wird. Sie besteht aus 76,Z4 Antimonund 23,66 Sauerstoff, oder 100 Metall nehmen darin 30,gg Sauerstoffaus, d. h. iß Mal so viel, als im Oryd; sie ist demnach 81, —2iis,so4. Der Sauerstoff in den 3 bestimmten Orpdationsstusendes Antimons verhält sich also, wie 1, iß und iß, oder wie 3, 4 und 5.

Mit Schwefel kann sich das Antimon in mehreren Verhältnissenverbinden.

1) Erstes oder gewöhnliches Schwefelantimvn. Es kommt als rlnli-inonium cruäum natürlich vor, kann aber auch künstlich bereitet werden.Es kommt auch als Hermes Minerale unter den pharmaceutischen Präpa-raten vor. Bestandtheile desselben sind 72,77 Antimon und 27,23 Schwefel,d. h. es ist -8-1,8- — 2216,399, oder es ist (dem Oryd entsprechend) zu-sammengesetzt aus 1 Doppelat. Antimon und z At. Schwefel.

2) Das zweite Schwefelantimon wird erhalten, wenn antimvnigsauresKali in Chlorwafferstoffsäure aufgelöst, die Flüssigkeit mit vielem Wasserverdünnt und ein Strom Schwefelwasserstoffgas durchgeleitet wird. Derentstehende Niederschlug ist feuerroth, und besteht aus 66,72 Antimonund 33,28 Schwefel; d. h. er ist, der antimonigen Säure entsprechend,888^—1208,782, oder -81,8* —-2417,564.

3) Das dritte Schwefelantimon ist der Goldschwefel, bestehend aus61,59 Antimon und 38,41 Schwefel, und erhält die Formel 888- —2618,729. Die Verbindung des Antimons mit Chlor ist lange unterdem Namen Lut^rum Kniimonii bekannt.

Daß das Antimon mit andern Metallen sich verbindet, ist bereits beiandern Metallen erwähnt worden. Man setzt das Antimon dem Zinn undBlei zu, um diese Metalle härter zumachen; es macht einen Hauptbe-standtheil der Metallmasse aus, deren man sich zum Schriftgießen bedient.Die Gvldarbeiter gebrauchen es zum Reinigen des Goldes rc.

Das Antimon liefert viele von den Aerzten sehr geschätzte Arzneimittel;in vorigen Zeiten ist es in viel zahlreicheren Formen versucht worden. DieAntimonpräparate wirken, in größerer Dosis eingenommen, als heftigeBrechmittel, die bisweilen zugleich lariren; in geringerer Gabe machen sieEkel, befördern das Aushusten in Brustkrankheiten, unterhalten auch die