Ltrsmonium
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8il-amomuin. Das Kraut. Stechapfelkraut.
üslura Lti-gmomum t^inn. .Eine einjährige aus Oflindiciiabstammende Pflanze, jetzt an Zäunen, Wegen und aufSchutthaufen häufig.
Die großen gestielten, eiförmigen, gezähnt-buchtigen, kahlen,sattgrünen Blätter der giftigen Pflanze, von widrigem, narkoti-schem Gerüche. Einzusammeln im Monat Juni und Juli. Be-wahre sie vorsichtig und nicht über ein Jahr auf.
Ltttarnonium. Der Saamen. Stechapselsaamen.
Außen schwarze, innen weiße, nierenförmige, etwas runzlige,aufs höchste narkotische, vorsichtig aufzubewahrende Saamen.
Oatura 8trsmonium I-inn. Gemeiner Stechapfel»
Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. I. Taf. 3.
Hapne Arzn. Gew. Bd. IV. Taf. 7.
8z-rk. 5exusl. 61. V. Orä. 1. kentanäria lVlonog^nia.
vrcl. nstursl. 8olsnese.
Der Stechapfel oder Tollstechapfel, ursprünglich in Ostindien (nachAndern in Amerika) zu Hause, wurde in Europa zuerst in Gärten ge-zogen, ist aber seit mehreren Jahrhunderten einheimisch geworden.
Aus einer senkrechten, fast spindelförmigen, einjährigen, weißen,mit Fasern besetzten Wurzel erhebt sich ein aufrechter, fast stielrunder,dichotomisch getheilter Stengel von r —4 Fuß Hohe, glatt und kahl.Die Blätter groß, gestielt, eirund, eckig-gezähnt, spitz, geädert, kahl,unterhalb blässer mit erhabenen Adern. Die Blumen einzeln, gestielt,in den Astachseln. Der Kelch einblättrig, röhrig, etwas bauchig, seckig,gzähnig, kahl, abfallend bis gegen die Basis, der untere Theil bleibend,geckig, srippig, anfangs ausgebreitet, nachher zurückgeschlagen. Kroneeinblättrig, weiß, trichterförmig, mit walzenartiger, nach oben etwasMutiger Rohre, die in einen Mutigen, zfaltigen, szähnig zugespitztenSaum übergeht. 5 Staubfäden in der Röhre flitzend, aus ihr hervor-ragend. Frucht: eine länglich-rundliche, fast 4seitige, 2 furchige, stach-lige, aklapxige, afächrige, gegen die Spitze nur 2 fächrige Kapsel, mitzahlreichen, nierenförmigen, dunkelbraunen Saamen, die an den vonder Scheidewand aus in die Mitte des Faches hineinragenden Mutterku-chen angeheftet sind.
Die Pflanze blüht vom Mai bis September, und scheint schon durchihr Ansetzn etwas Warnendes zu verrathen; kein Thier rührt sie an, unddie Bienen sollen sterben, wenn sie auf die Blumen fliegen.
Promnitz (Berl. Jahrb. XVI. S. 177.) erhielt aus dem ausge-preßten Safte der Blätter, welcher vom grünen SatzMehle gmd Eiweiß ge-reinigt worden war, durch Abrauchen bis zur Sprupdicke eine bedeutende