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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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8t0MÄcIius vltulinus

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Der obere Theil der Kuchen ist schwammiger, leichter und unreiner, alsder untere. Es ist geruch - und geschmacklos. Spec. Gewicht 4,7 — 5 ,o.Sehr häufig enthält es Eisen, Blei, Mangan, Arsenik. Die letztere Ver-unreinigung , nämlich mit Arsenikkies oder Mißpickel, erkennt man daran,daß die Masse nicht strahlig, sondern körnig und von weißgraulicher metal-lischer Farbe ist, auch beim Aufstreuen des Pulvers aus glühende Kohleneinen knoblauchartigen Geruch verbreitet. Der Bleiglauzist aufdem Bruchemehr blättrig als spießig; das Mangan ist weniger glänzend, die Spießesind kürzer und laufen aus einem gemeinschaftlichen Punkte aus.

Die chemische Prüfung auf diese Verunreinigungen ist anf die betLlibium vensle angegebene Weise zu verrichten.

Die Bereitung des metallischen Spießglanzes aus dem Schwefel-spießglanz ist gleichfalls bei diesem Artikel angegeben worden. Außer die-ser Anwendung ist dasselbe schon sehr früh zur Darstellung der Spieß-glanzasche und des Spießglanzglases benutzt worden, worüber sich dasAusführlichere bei 8 tibium ox^ckulalum kurcum im 2ten Th. findet.

Da das Antimon zum Schwefel eine schwächere Verwandtschaft hatals die meisten Metalle, so hat man sich schon lange des Schwefelanti-mons zur Reinigung des Goldes bedient, wobei die fremden Metallegeschwefelt werden, und das Antimon mit dem Golde zusammenschmilzt.Die Alchymisten nannten das Schwefelantimon in dieser Hinsicht O»-

jzui metsllorum.

Die Schlacke enthält noch Gold, und wird daher mit einer neuenMenge Schwefelantimon wieder in den Tiegel eingelegt, wobei mehrantimonhaltiges Gold erhalten wird. Die gesammelten Metallkönigevon Gold und Antimon werden noch einmal mit 2 Th. Schwefelanti-mon umgeschmolzen, und der dabei erhaltene König wird durch Schmel-zung in offenen Gefäßen zersetzt, wobei das Antimon verdampft, welchesman durch gelindes Anblasen mit einem Handblasebalge unterstützt, bisdas Gold metallisch zurückbleibt.

*8tomao1iu8 vltulinus exsicvAtus. Kälberlststb.

Lo» laurias I-inn.

Der frische Kälbermagen werde mit Wasser gut ausgewaschen,ausgebrettet, in der Lust oder am Feuer getrocknet und an ei-nem trocknen Orte aufbewahrt.

Der Kälberlaab dient zur Bereitung der süßen Molken, indem durchdenselben eine Ausammenziehung der Milch hervorgebracht wird. Hier-zu ist aber das sonst gebräuchlich gewesene Einweichen des frischen Käl-bermagens in Essig ganz unnöthig, wie Dr. Bremer gezeigt hat, son-dern es ist vollkommen hinreichend, daß der aufgeschnittene und ausge-waschene Kälbermagen sogleich in einen Rahmen gespannt, und'an derLuft oder bei feuchtem Wetter am Feuer schnell getrocknet werde.

D u I k's preuß. Pharmak. I. 60