Ztzsrsx octlamitSi
Saamen ist heftiger als die der Blätter. Man gebraucht ihn vorzüg-lich in Ertractform, gewiß würde sich aber auch ein geistiger Auszugals sehr wirksam empfehlen. Außer der Anwendung gegen Wahnsinn undWasserscheu ist der Stechapfel als Präservativ gegen die Ansteckung desScharlachs empfohlen und vielseitig bewährt gefunden worden.
* Ltvrax eslsmits. Storstx.
Der an der Luft erhärtete Saft von 8t^rax okkoinalis b,init.,einem im mittägigen Europa wild wachsenden Baume.
Ein Harz in größeren und kleineren, etwas weichen, außer-halb undurchsichtigen, grauen, innerhalb, kleinkörnigen, schim-mernden rvthbraunen Masse» von angenehmem Gerüche.
8i^rsx okücinsliz I.INN. Aechter Storarbaum.
Abbild. Düsseld. Sammt, ofsic. Pflnz. Lief. VI. Taf. I.
8^rt. rexusl. 61. X. Orü. 1, Oecanclria lVIonogzmia.
Orcl. nslursl. bibensceae.
Dieser Baum ist von mittelmäßiger Größe, wächst in Menge imOrient, in Aelhtopien, Sprien, Iudäa, Arabien, auf mehreren Inselndes Archipelagus, findet sich auch in Italien, Provence, Spanien.
Der Stamm ist ausrecht, 15 — 25 Fuß hoch, die Aeste stehen kro-nenartig. Die gestielten Blatter stehen abwechselnd, sind eirund, ganz-randig, weich, von beiden Seiten behaart, besonders aber auf der un-tern Seite weiß und filzig. Die weißen Blüthen stehen zu 3 — 4 amEnde der Aeste vereinigt, und haben ungefähr die Größe und Gestaltder Orangenblüthm. Der Kelch ist kurz, fast schalenförmig, die Kronemit 5 oder 6 schmalen tiefen Lappen versehen.
Das durch Einschnitte aus der Rinde dieses Baumes ausfliesende wohl-riechende Harz ist der Storar, wovon man 3 Sorten unterscheidet, die wirsämmtlich aus der Levante über Marseille erhalten. Die beste Sorte ist diein Körnern (8lorsx in xrsniH, welche aus einzelnen oder leicht an einan-der hängenden durchscheinenden, gelblichen oder gelbröthlichen, erbsengroßen,wachsweichen, zähen Körnern von dem angenehmsten Vanillegeruche bestehensoll; sie kommt gar nicht mehr vor, und wurde vielleicht durch freiwilligesAuströpfeln aus dem Baume gesammelt. Die zweite Sorte ist der Storarin Stücken (8torsx in nis-rir), aus hellbraunen oder röthlichen, wenigerdurchsichtigen, harzigen Stücken bestehend, die durch eine klebrige Masseverbunden sind. Auch diese Sorte kommt selten vor; sie wird jetzt gewöhn-lich in Blasen verschickt, ehemals war sie in Schilf oder Rohr eingepackt,woher sie den Namen Rohrstorar, 8tor«x calsmiis oder csnnulsla führte.Auch diese Sorte hatte einen angenehmen, dem Peru- und Mekfaballamähnlichen Geruch, einen gewürzhafren balsamischen Geschmack und war andem Lichte entzündlich. Die dritte Sorte, welche jetzt fast nur allein vor-