Lt^rsx ligsuiäus 949
kommt, und zwar gewöhnlich unter dem Namen Skorax vslamita, istder gemeine Storar (8iorsx vulgsris, 8cobs sim-ÄL-na). Sie ist vonder vorigen gänzlich verschieden, und besteht aus sehr großen, leichten,zusammengepreßten, hellbraunen, rundgeformten oder ungestalteten Stü-cken , die im Aeußern unsern Loh - oder Torfkuchen nicht unähnlich undleicht zerreiblich sind. Diese Sorte ist offenbar ein künstliches Gemengevielleicht aus Sägespähnen und andern Unreinigkeiten mit ächtem Sto-rar, oder, wie Andere meinen, aus dem Rückstände vom Auskochendes schwarzen peruvianischen Balsams. Wenn er recht gut ist, so mußer durch Pressen zwischen zwei heißen Platten ein flüssiges, braunes,nach Storar riechendes Harz von sich geben.
Nach von Martius wird auch von mehreren Arten 8l^rsx inBrasilien Storar gewonnen, und zwar in Minas Geraes von 8u ker-rugineA dlees et lVlsrt., von 8t. reticulata IVIsrt. Die Ausbeute istnicht alle Jahre gleich, immer aber spärlich.
Der Storar enthalt Benzoesäure; seine Anwendung als Heilmittelhak aufgehört, da reiner Storar anzuschaffen nicht möglich ist, erwirbdaher jetzt nur noch zu Räucherkerzen, zu Räucherpulver u, s. w. benutzt.
ki^l-sx Flüssiger Storax.
Ein aus den Aessen des Lt^raoissua I-inn.,
eines Baumes des nördlichen Amerikas, ausgeflossener Saft.
Ein dicker, grünlichbrauner, undurchsichtiger, stark riechendernatürlicher Balsam von gewürzhaft scharfem Geschmacke.
Inyuiäamhsr rt^rscillua lstnn. Virginischer Amberbaum.
Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. XVIll. Taf. Zy.
8)-5t. sexual. 61. XXI. Orä. 4 . IVIoiiosvi» ?ol^ariäris.
Orä. nslursl. ^mentscess guss. 6upulikerae? kick.
Der virginische Amberbaum ist in den sumpfigen Wäldern von Vir-ginien, Carolina und in Meriko einheimisch, und gehört zu den höchstenund ansehnlichsten Bäumen Amerikas, welcher durch seinen Wohlgeruchschon aus der Ferne zu erkennen ist. Er erreicht eine Höhe von 4o. Fuß.Die gestielten, bandförmigen, 5 - auch /lappigen Blätter mit länglichenspitzen Lappen stehen an den ältern Aesten büschelartig, an den jünger»abwechselnd. Die handgroßen Blätter sind oben glänzend, unten undbesonders stark in den Achseln der Nerven behaart; bei großer Wärmeklebrig. Die Blüthenkätzchen sind gehaust, endständig; die männlichenkegelförmig, die weiblichen kugelig. In einer krugförmigen Hülle (der 6u-puls) 2 weibliche Blüthchen, die sich zu 2 am Grunde mit der Luputaverwachsenen, einfächrigen, vielsaamigen, geschnäbelten Kapseln entwickeln.
Durch Einschnitte in die Rinde dieses Baumes wird der flüssige Amber(b.i,ulflsii>bar, ämbra liyuiäa) erhalten, dessen Evnsistenz dicklicher als die