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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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LuI^Iiur 961

Mit dem Wasserstoffe verbindet sich der Schwefel z« einer eigenenSäure, Schwefelwasserstoff, Schwefelwafferstoffsäure, Hpdrvthionsäure, be-stehend aus 94,16 Schwefel und 5,84 Wasserstoff; oder aus 1 At. Schwe-fel und 1 Doppelst. Wasserstoff, §8 —ri5,644. Diese Verbindung ge-schieht nicht direct, so daß man Schwefel in Wafferstoffgas schmelzen undsudlimiren kann. Aber wenn ein Schwefelmetall in einer verdünnten Säureaufgelöst wird, und das Metall, wenn es sich auf Kosten des Wassersorydirt, seinen Schwefel an demselben Punkte, wo es Wasserstoff ent-wickelt, frei werden läßt, so verbinden sich beide zu Schwefelwasserstoff.Eine andere Verbindung des Schwefels mit dem Wasserstoffe ist das 8ul-pbur prsecipltstum, welches beim Schmelzen etwas Schwefelwasserstoffgasentweichen läßt, und nach dem Erkalten gelb wird. Selbst der Stangen-schwestl enthält einen kleinen Antheil Wasserstoff, der nicht durch Schmel-zen abgeschieden werden kann, und der ungefähr 0,004 vom Gewichte desSchwefels beträgt. Er offenbart sich als Wasser, wenn Schwefel mit ei-nem wasserfreien Metallorpde vermischt und erhitzt wird. Auch giebt esnoch eine andere Verbindung des Schwefels mit Wasserstoff, welche einvlartiges Liquidum bildet.

Die Verbindung des Schwefels mit Kohlenstoff—tropfbar-flüssigerSchwefelkohlenstoff—, von Lampadius zufällig entdeckt, von ElementundD <- s 0 rmes nntersucht,von feinem Entdecker Schwefelalkohol genannt,bildet im reinen Zustande ein völlig klares, farbenloses, höchst flüchtigesLiquidum, von einem eklen, dem deS SchwefelwafserstvffgaseS etwas ähnli-chen, jedoch auch verschiedenen Gerüche, und von einem scharfen an Schwe-fel erinnernden, etwas aromatischem Geschmacke. Er kocht schon bei-l- 42 ° C., ist höchst entzündlich, und brennt mit blauer Flamme. VonAlkohol und Aether wird er in allen Verhältnissen aufgelöst; läßt sich leichtmit fetten und flüchtigen Oelen mengen, und löst den Campher, Phosphor,Jod u. f. w. auf. Besteht aus 84,0Z Schwefel und 15,97 Kohlenstoff,oder aus 1 Doppelat. Schwefel und 1 At. Kohlenstoff,-K 0-?--478,787.Dieser Stoffich von Lampadius (Ueber den Schwefelalkvhol rc. 1826.)als innerliches und äußerliches Heilmittel sehr empfohlen worden.

Mit den Metallen verbindet sich der Schwefel zn Schwefelmetallenund bei den meisten zeigt sich, wenn sie als feines Pulver mit Schwe-fel gemengt und erhitzt werden, die Feuererscheinung, welche entsteht,wenn sich Metalle im Schwefelgase entzünden und brennen. Zuerstschmilzt der Schwefel) und dann geht nach einigen Augenblicken dieVerbindung vor sich, wobei die Masse aufschwillt und glühend wird.Der Schwefel verbindet sich dabei mit den Metallen nach gleichen mul-tipeln Verhältnissen, wie der Sauerstoff, und es nimmt dabei ein Me-tall doppelt so viel Schwefel als Sauerstoff auf. Die Ursache des Bren-nens und der Verbindung ist hier dieselbe, wie beim Sauerstoffgafe.

Van Mons (Buchn. Repert. XXIX. S. 192.) hat Schwefel mitreinem weißen Sand zusammengeschmolzen, und ein nach dem Erkalten dun-Dulk's preuß. Pharmak. I. g,