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1i»wl>r!nZu> inckics ttinn. Der indische Tamarindenbaum.
Abbild. Düffeld. Samml. vfstc. Pflnz. Lief. VII. Taf. ti.
8^5i. rexusl. LI. XVI. Orcl. I. lVIonLclsIpliiÄ TriancliiÄ.
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Dieser schöne Baum von 30 — 40 Fuß Höhe, im Wuchst und inder Blattform der Acacie ähnlich, wächst in Ostindien, Arabien undAegppten, ist aber auch nach Amerika verpflanzt worden.
Der Stamm ist aufrecht, dick, mir einer braunen schuppigen Rindebedeckt, in weit ausgebreitete, abstehende, etwas aschfarbige Aeste ge-theilt, und bat zuweilen s Fuß im Durchschnitte. Das Holz ist braun,sehr hart und schwer. Die abwechselnden Blätter sind von schön grünerFarbe, gefiedert und bis s Zoll lang. Die Blättchen sind klein, zahl-reich, gegenüberstehend, fast aufsitzend, eiförmig-länglich, ganz eingetheilt,stumpf und 6 — io Linien lang. Die abwechselnden, wohlriechenden,großen, gelben, carmoisinroth gestreiften Blumen stehen ungefähr zu zwölfin schlaffen etwqs Hangenden Seitentrauben. Die Frucht, eine gewöhn-lich singerslange und eben so dicke, etwas zusammengedrückte, bald ge-rade, bald einwärts gekrümmte, mit einer doppelten Rinde verseheneHülst ist ein- bis dreifächrig, und enthält mehrere (öfters drei) ziem-lich große, glänzende, glatte, etwas winklig-rundliche zusammengedrückteSaamen. Zwischen den beiden Rinden, wovon die äußere trocken, dünnund zerbrechlich, die innere häutig ist, findet sich auch ein dickes Mark.
Dfr Tamarindenbaum blüht imOctober und November; die Fruchtreift gegen Ostern.
Die enthülseten und zu Muß gestoßenen Früchte dieses Baumes ge-ben die officinellen Tamarinden. Wir erhalten dieselben als eine mü-ßige, schleimige, zähe Mass? mit den beschriebenen harten Saamen undden starken Fasern, wodurch die Saamen in den Hülsen befestigt sind,vermengt. Die westindischen Tamarinden sind viel weicher, feuchter, weni-ger zähe, und haben wegen des Zuckers, der ihnen, um ihr Verderbnißzu verhüten, zugesetzt werden muß, ein schwächer«! und minder saurenGeschmack, daher sie eben so wenig als die dumpfig riechenden Tamarin-den mit aufgequollenen, glanzlosen Saamen angewendet werden dürfen.
Die Abdunstung der Tamarinden in kupfernen Kesseln, oft nochmit einem Zusätze yon Essig, macht sie stets eines Kupfergehalts ver-dächtig, worauf sie durch eine polirte Messerklinge zu prüfen sind.
Vauguelin erhielt durch Abrauchen eines kalten Aufgusses derTamarinden Weinsteinkrystalle, von denen auf Zusatz von einigen TropfenKalilösung noch mehr erhalten wurden. Die dann noch merklich saure Flüs-sigkeit wurde mit pulveristrter Kreide gekocht, worauf sie unter Aufbrausencitrouensauren Kalk abschied, der durch Schwefelsäure zerlegt wurde. Dieübrige jetzt neutrale Flüssigkeit wurde mit kohlen). Kali versetzt, wodurchkohlens. Kalk gefällt wurde. Dieser Kalk war demnach an eine Säure ge-bunden gewesen, die ein auflösliches Kalksalz giebt, und dies konnte keine