I'eredintlrina
aus dem Holze und den Zapfen destillirten Oele von schlechteremGerüche verfälscht sey.
Die verschiedenen Fichtenarten sexual. 61. XXI. Orfl. 2 . IVIon-vecia lVIonaäelpkia. Orfl. ualural. 6onikerae) geben die verschiedenenSorten Terpentbin. Die gemeine Fichte (Linus S)-Ivestri! Oinn. sDüsseld.Samml. II. 10,ß), die Tanne (Linus ^bies 6inn.,^I>ies excels»O6. sebend.IV. 15.D, welche bei uns ganze Wälder bilden, lassen aus den bis ins Holzeingehauenen Lochern einen balsamischen Saft von der Consistenzdes rohenHonigs ausfliesen, welcher in untergesetzte Gesäße eingesammelt wird, undden gemeinen Terpenthin giebt. Eine feinere Sorte ist der sogenannteStraüburger Terpenthin CLereknniknna -lrgentoraiensis) , der aus derWeißtanne (Linus picea Oinn.), einem auf Alpen und Bergen fast inganz Europa wachsenden Baume erhalten wird; er ist durchsichtig, weiß-gelb, ziemlich dünnflüssig, von einem angenehmen, frisch etwas citronen-artigen Gerüche, und einem hervorstechenden bittern Geschmacke, im Alterwird er dunkler und dickflüssiger. Der französische Terpenthin von derStrandfichte (Linus maritim»), die an den Küsten des südlichen Europasund besonders in den mittägigen Provinzen Frankreichs im Ueberfluffewächst, ist blaßgelb, durchsichtig, von angenehmem Gerüche u. s. w.
Der venetlsche Terpenthin kommt von der auf hohen Bergen in derSchweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und andern Ländern einheimi-schen Lerchensichte (Linus Oarix b.,nn. sebend. VI. 4.s). Dieser Terpenthinist sehr klar und durchsichtig, zähe, weißlich oder blaßgelb^ von erhitzendembitterlich-beißendem Geschmacke, und starkem etwas citronenartigem, bal-samischem Gerucke. Er ist weit dünnflüssiger und nicht so scharf, als dergemeine Terpenthin; mit derZeit wird er dicker und fast harzartig.
Die feinste Terpenthinsorte ist der kanadische Terpenthin, kanadischerBalsam, CLereinntlnna canaüensis, Lalsamuincanaüense), VVN derBal-samtanne (Linus s. tibiei balsamea sebend. II. g.d) und der Halmlocks-tanne oder Schierlingstanne (^Kies cansäenrir sebend. IV. 16.)»,zweien in Canada und Virginien wachsenden Bäumen. Er ist zähe unddickflüssig, so daß er sich in Fäden ziehen läßt, leicht erhärtend, durch-sichtig, röthlichgelb, von angenehmem gewürzhaftem Gerüche und balsa-misch-bitterlichem Geschmacke.
Der gemeine Terpenthin zertheilt sich, wenn er mit Weingeist zu-sammengeschürtelt wird, in lauter runde Körner, und lost sich dannbald auf. Wird diese geistige Lösung mit Wasser vermischt, so entstehteine concentrirte Milch, und es sondern sich dabei schnell kleine ölähn-liche Tropfen auf der Oberfläche ab, welche den reinen Balsam von allemHarze gesondert darstellen. Das Harz schlägt sich allmälig aus dermilchigen Flüssigkeit mit weißer Farbe nieder, und läßt diese klar zu-rück. Der auf der Oberfläche schwimmende rein balsamische Theil wirdan der Luft in wenigen Tagen harzartig hart.